Leben und Arbeiten in der Gemeinde Bakum

Klein, aber oho

Bakum hat – obwohl kleinste Gemeinde im Landkreis Vechta – eine Menge zu bieten. Oder vielleicht auch gerade deshalb. Alles, was man zum Leben und Arbeiten braucht, ist gleich um die Ecke. Und das Freizeitangebot steht dem größerer Gemeinden um nichts nach.

Bunter Trubel herrscht beim Bakumer Volksfest mit großem Umzug – nicht das einzige im Jahreskalender. Oder beim großen Pfannkuchenessen. Der Erlös kommt karitativen Einrichtungen zugute. Großen Anteil an den Feiern haben die Vereine. In der Gemeinschaft machen Theater, Naturschutz, Heimatpflege, Fischerei und Co mehr Spaß. Musik liegt in der Luft, wenn die zahlreichen Chöre und Musikvereine proben. Oder die Musikschule zum Unterricht lädt. Und auch sportlich sind die Bakumer: von Basketball über Karate bis Tennis ist die Auswahl groß. Klar, dass in der ländlichen Gemeinde auch geritten wird. Das hat eine lange Tradition. Bis ins 13. Jahrhundert galt Bakum mit neun Adelssitzen als güterreichste Region Südoldenburgs. Bis auf Gut Daren gingen alle in bäuerlichen Besitz über. Heute beherbergt das im norddeutschen Barockstil errichtete Anwesen unter anderem ein Ziegeleimuseum.
14 Ortschaften gehören zu Bakum – die weitesten liegen trotzdem nur 10 Minuten mit dem Auto voneinander entfernt. Weil es Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Bäckereien und mehr auch „am anderen Ende" im Dorf Lüsche gibt, sind alltägliche Erledigungen schnell gemacht. Zum Beispiel auf dem Weg zu einer der vier Kindertagesstätten oder den beiden Grundschulen. Die Schülerinnen und Schüler der fünten bis zehnten Klasse fahren mit dem Rad oder Schulbus nach Bakum zur Oberschule. Oder ins benachbarte Lohne oder Vechta zu anderen weiterführenden Schulen.

Bakum ist ausgezeichnet angebunden. Über die A1 sind Osnabrück und Bremen in 60 Kilometern schnell erreicht. Oldenburg liegt noch näher. Das ist für Pendler genauso praktisch wie für Unternehmen. Nach 200 Kilometern erreichen ihre Produkte das Ruhrgebiet. Auch ohne Auto sind die Bakumer mobil: Linienbusse fahren regelmäßig in die regionalen Zentren. Moobil+, das Rufbussystem des Oldenburger Münsterlands, bindet kleinere Dörfer zuverlässig an. Und Radfahren macht in Bakum besonders viel Spaß. Weil es kaum Höhenunterschiede gibt, ist am Ziel noch längst nicht die Puste aus.
Überhaupt lohnt es sich, die Gemeinde auf zwei Rädern oder bei einer Wanderung zu erkunden. Das 38 Hektar große Naturschutzgebiet Lüscher Polder beheimatet eine artenreiche Vogelwelt. Im Harmer Holz lässt sich gut wandern. In der Gemeinde wechseln sich Zeitzeugen der über 1100 Jahre alten Geschichte mit modernen, gepflegten Wohngebieten ab. Die stetig wachsen – hier ist Bauen noch bezahlbar. Bakum wurde schon vor Jahren als „Familienfreundlichste Gemeinde" ausgezeichnet. Die Einwohnerinnen und Einwohner haben das als Ansporn genommen. So sind heute große Bereiche um Schule, Sporthalle, Hallenbad und Kindergarten autofrei. Die Jüngsten bewegen sich sicher und frei, alle freuen sich über die Ruhe.

Wirtschaftsregion

Innovationspreisträger 2019: Tierärztliche Klinik für Pferde, Lüsche

3.000 Euro Preisgeld gab es 2007 bei der Verleihung des Existenzgründerpreises des Oldenburger Münsterlandes für die Partner der 2001 gegründeten Tierärztliche Klinik für Pferde in Bakum. Der gute Ruf der spezialisierten Klinik hat sich seither längst weiter herumgesprochen. Die hier arbeitenden Tierärzte sind gefragte Fachleute, wenn es um die Behandlung von Pferden geht. Halter aus der ganzen Welt, vom Hobbyreiter bis zum Spitzensportler, machen sich auf den Weg nach Lüsche, wenn ihr vierbeiniger Freund an Krankheiten leidet, die der Tierarzt am Ort nicht mehr behandeln kann.

© Gerald Lampe, Foto Hölzen
Recycling Kunststofftechnik

Kunststoffrecycling 4.0

Bei der SL Recycling GmbH in Bakum wird Realität, was viele sich schon lange wünschen: Das Unternehmen schließt den Materialkreislauf für gebrauchte Folien, in dem es diese mit modernster Technologie sortiert, reinigt und als Regranulat zur Herstellung neuer Folien wieder in die Kunststoffindustrie zurückbringt.

© Fritz Brüggemann
Holzbau

Wie früher. Nur besser.

Seit Jahrzehnten ist der Mittelstand das stabile Rückgrat der Wirtschaft im Oldenburger Münsterland, Familienbetriebe sind ihre Seele. Ein gutes Beispiel liefert die Tischlerei Moormann in Vestrup. Hier verbindet sich die Liebe zur Arbeit mit der zum Material. Damit ist das Unternehmen in punkto Nachhaltigkeit ganz vorn dabei.

Spannende Geschichten aus dem Oldenburger Münsterland

Oho! Nr. 7 – Das Magazin

Vinyl-Schätze aus Cloppenburg, ein Weltmeister auf 2 Rädern und Engagement für Geflüchtete, das bundesweit Wellen schlägt – darum geht's im neuen Magazin. Außerdem berichten wir aus klimafreundlichen Gärten, über nachhaltiges Pop-up-Kochen und stellen die Frage: Was wird die Region 2030 ausmachen?

Klein, aber oho

Daten & Fakten

Einwohner 1
6.596 Einwohner
Einwohner nach Geschlecht
weiblich
männlich
Altersstruktur
unter 18 Jahre
18–25 Jahre
25–45 Jahre
45–65 Jahre
über 65 Jahre
Beschäftigte 2
2.261 Beschäftigte
Beschäftigte nach Geschlecht
weiblich
männlich
Beschäftigte nach Wirtschaftsabschnitten
Land- und Forstwirtschaft
Produzierendes Gewerbe
Handel-, Gastgewerbe, Verkehr
Dienstleistungen
Quellen:
1
LSN Stand: 30.09.2021
2
LSN Stand: 30.06.2021
3
Jobportal Oldenburger Münsterland, 03.12.2022
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