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RP Geolabor: Bodenschutz & Baugrund

22.02.2024
Autorin: Regine Prepens
Die Gewinnung von Bodenproben: Hier im Einsatz ein Raupenbohrgerät.

Seit August 2023 sind die neue Ersatzbaustoff-­Verordnung und die überarbeitete Bundes-­Bodenschutz-Verordnung in Kraft. Da alle Bauvorhaben auch in den Untergrund eingreifen, ergibt sich für alle Baubeteiligten ein akutes Handlungsfeld.

Entsorgungsrisiko beim Immobilienkauf

Die Probleme beginnen schon beim Grund­erwerb für ein Vorhaben. Längst bekannt, jedoch häufig immer noch unbeachtet ist die Tatsache, dass vorgenutzte Grundstücke Bodenbelastungen beinhalten können. Dabei geht es nicht nur um Gefahren, die von Altlasten ausgehen, sondern viel häufiger auch um geringe Verschmutzungen, die die Verwertbarkeit von Bodenaushub beeinträch­tigen oder verhindern.

Denn die neuen Verordnungen regeln im Detail, welche Schadstoffgehalte bei welcher Verwendung von Boden und Bodenaushub zulässig sind und bürden dem Bauherren und dem Verwerter eine Untersuchungspflicht auf. Ohne den Nachweis einer Schadlosigkeit und Eignung dürfen zukünftig also weder Oberboden noch Bodenaushub außerhalb einer Baumaßnahme verwertet werden.

Die finanziellen Folgen können dabei dramatisch sein. Rechnet der Bauherr beispielsweise damit, dass der Aushub seines Kellers problemlos zu minimalen Kosten auf einer landwirtschaftlichen Fläche verwertet werden kann, entstehen plötzlich erhebliche Kosten, falls Schadstoffbefunde auftreten, die diesem Verwertungsweg unmöglich machen.

Zustandserfassung durch ein Fachbüro

So früh wie möglich sollten sich daher Bauherren mit Hilfe eines geo­logischen Fachbüros die bodenschutzfachlichen und abfallrechtlichen Themen erschließen. Die RP Geolabor und Umweltservice GmbH mit Sitz in Cloppenburg bietet mit ihren Geo- und Naturwissenschaftlern Hilfe in allen boden- und baugrundbezogenen Fragestellungen an. Bereits vor dem Grundstückserwerb empfiehlt der Bodenschutzsachverständige Bertold Rubach eine Zustandserfassung im Hinblick auf mögliche Bodenbelastungen, die dem Erwerb beziehungsweise dem Projekt im Wege stehen können. Eine Untersuchung sichert das gesamte Projekt auf seine Realisierbarkeit ab und schützt vor bösen Überraschungen.

Methodische Untersuchungen sind nicht immer mit erheblichen Aufwendungen verbunden. Regine Prepens erläutert, dass Aussagen im Rahmen einer historischen Erkundung oftmals schon Aufschluss bringen können. Dazu werden alte Karten, Luftbilder und gegebenenfalls Bauakten ausgewertet und Zeitzeugen befragt.

 

Bodenschutz und Baugrund: Vom Fachgutachter abgenommene Gründungssohle.

„Auf der Basis dieser Ergebnisse können dann gezielt Untersuchungen von Boden und Grundwasser an jenen Posi­tionen vorgenommen werden, an denen mit Schadstoffen umgegangen wurde“, beschreibt die Diplom-­Geo­graphin die Vorgehensweise bei den Unter­suchungen.

In dem Ingenieurbüro in Cloppenburg werden Erkundungsaufträge verschiedenster Größen­ordnungen betreut. Die Projekte reichen vom Bauplatz eines Einfamilienhauses bis zum Flächenrecycling von Industrieanlagen. „Mit eigenen Erkundungsgeräten und erfahrenen Technikern, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern sind wir im Oldenburger Münsterland und in ganz Norddeutschland bei Privat- und Firmen­kunden sowie bei Projekten aus dem öffentlichen Sektor im Einsatz“, erklärt die Expertin.

Geotechnische Begutachtung

Ohne ein qualifiziertes Baugrundgutachten zu bauen, kommt immer seltener vor. Die Anfor­derungen von Genehmigungsbehörden, Prüf­statikern und Versicherungen veranlassen immer mehr Bauherren, das Risiko von Setzungsschäden oder Gründungsfehlern durch die Erstellung von baugrundgeologischen Gutachten zu vermeiden. „Unser Ansatz ist dabei integrativ“, erläutert Robert Rapp von der RP Geolabor und Umweltservice GmbH, Sachverständiger für Baugrunderkundung. „Wir untersuchen und beraten in allen Gründungsfragen auch die Nebengewerke, Verkehrswege, Leitungsbau und Oberflächenwasserversickerung. Immer im Blick sind auch Auftriebssicherheit und der vorsorgende Bodenschutz sowie der Umgang mit dem Bodenaushub.“ Im firmeneigenen Baugrundlabor werden an den Bodenproben Bodenkennwerte durch geschultes Fachpersonal ermittelt.

Die baugrundgeologischen Verhältnisse des Oldenburger Münsterlandes sind zum Teil vielfältig sowie kleinräumig wechselnd und auch von den örtlichen Verhältnissen wie Hang- oder Tallage, Niederschlag und Abfluss beeinflusst. Ohne eine versierte Einschätzung durch den Baugrundgutachter kann es zur Überbauung von wenig tragfähigen Schichten kommen. Wenn kein fachgutachterlicher Rat eingeholt wurde, kann es vorkommen, dass die bauvorbereitenden Arbeiten, wie das Abtragen des Oberbodens oder die Verdichtung von Auffüllböden, nicht sachgerecht durchgeführt werden. Die Folgen können eine ungleichmäßige Setzung oder Schiefstellung von Gebäuden sowie Grund- oder Böschungsbruch nach sich ziehen und in manchen Fällen auch negative Auswirkungen auf benachbarte Bestandsbebauung haben.

Wenn Bodenbelastungen vorhanden sind

Aus vielen Gründen ist das Bauen an vorgenutzten Standorten sinnvoller als ein Neubau auf der grünen Wiese. Es reduziert den Flächenverbrauch und bietet meist infrastrukturelle Vorteile. Sind belastete Böden vorhanden, muss mit Hilfe eines Sanierungs- und Entsorgungskonzeptes mit den Verunreinigungen umgegangen werden. Die Experten der RP Geolabor und Umweltservice GmbH beurteilen, welche Maßnahmen zu treffen sind, stimmen diese mit den zuständigen Fachbehörden ab, planen, schreiben aus und übernehmen die fachgutachterliche Begleitung sowie Dokumentation.

„Im Oldenburger Münsterland und darüber hinaus vertrauen unsere Kunden seit fast 30 Jahren unseren Erfahrungen“, erläutert Diplom-Geographin Regine Prepens. 1996 gründeten Bertold Rubach und Regine Pre­pens ihr Unternehmen. Die RP Geolabor und Umweltservice GmbH ist Ansprechpartner in allen Baugrundfragen.

Neben der Ausführung der Feld- und Laborarbeiten und der baugrundgeologischen Begutachtung gehört auch die Betreuung der Auftraggeber während der Bauphase zum Leistungsspektrum der Sachverständigen. Die fachgutachterliche Abnahme von Gründungssohlen, die Prüfung von Verdichtungsarbeiten und die Beratung bei der Wasserhaltung sind für Bauherren, Architekten und Ausführende wichtige Hilfen zur Optimierung des Bauablaufs und der Qualitätssicherung.

Das Cloppenburger Ingenieurbüro bietet seinen Kunden noch weitere Tätigkeiten an. So prüft ein Team aus Geologen, Biologen und Bodenwissenschaftlern die Möglichkeit zur Förderung und Nutzung von Grundwasser und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt. Davon machen viele Betriebe im Oldenburger Münsterland Gebrauch. Zu den Auftraggebern gehören landwirtschaftliche Betriebe, Schlachthöfe und Produktionsbetriebe, die mit eigenen Brunnen ihre Wasserversorgung organisieren. Ergänzt wird das Arbeitsspektrum durch Ingenieurleistungen in den Bereichen Regenwasserbewirtschaftung, betrieblicher Umweltschutz, Genehmigungsplanung und Geoinformatik.

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