Wassersport im Oldenburger Münsterland

Am Wasser, im Wasser und ums Wasser herum

26.05.2026

Ob als kühle Erfrischung, sportliche Aktivität, oder einfach zum Seele-baumeln-lassen – ein Tag am Wasser ist für viele Menschen wie Urlaub. Hier gibt es Ideen rund ums kühle Nass im Oldenburger Münsterland: von A wie Angeln bis T wie Tauchen.

Angeln

Das Oldenburger Münsterland ist ein Paradies für den Angelsport: Vom Dümmer, Niedersachsens zweitgrößtem Binnensee, über die Thülsfelder Talsperre mit ihren Inseln und Buchten und die tideabhängigen Gewässer rund um das Barßeler Tief bis zu kleineren Wiesenbächen wie der Bergaue, in der schon stattliche Quappen gefangen wurden, ist die Vielfalt der Gewässer groß. Kein Wunder, dass der Fischereiverein für den Bezirk der Friesoyther Wasseracht mit zehn Ortsgruppen einer der größten im Landesfischereiverband ist. Überall in der Region übernehmen Vereine die Hege und Pflege des Fischbestands, bewirtschaften Gewässer und bilden aus. Und lassen auch Nichtmitglieder fischen, sofern sie einen Fischereischein haben. Gastkarten sowie Informationen über die Reviere gibt es auf den Websites vieler Vereine und oft auch über das Portal hejfish.com.

Badeseen

Wer einen Tag am Strand verbringen möchte, muss nicht bis an die Nordsee fahren. Weißen Sand und weites Wasser gibt es auch im Oldenburger Münsterland zuhauf. Viele Gewässer sind mit Spielplätzen, Beachvolleyballfeldern, sanitären Anlagen und Angeboten vom Kiosk bis zum Beachclub ausgesprochen familienfreundlich.

Besonders sicher ist das Baden unter den wachsamen Augen der DLRG.  Die örtlichen Gruppen sind in der Saison ehrenamtlich an folgenden Gewässern im Einsatz: Heidesee, Hartensbergsee, Badesee Halen, Hollener See, Thülsfelder Talsperre und Dümmer. (Wachpläne beachten)

Freibäder

Rutschenwettbewerbe, der erste Salto vom Drei-Meter-Brett und danach eine bunte Tüte vom Kiosk – im Freibad werden Erinnerungen fürs Leben geschaffen. Es lohnt sich, dafür auch mal andere Bäder in der Region zu erkunden. Zum Beispiel eines der chlorfreien Naturbäder: die idyllisch liegende „Toncoole“ in Vechta mit benachbartem Biergarten, das Naturbad Vörden, das Naturerlebnisbad Lastrup mit Kleinkinderrutsche und Bachlauf. Meeresfeeling deluxe wartet im beheizten Wellenfreibad Löningen mit seinem flach auslaufenden Becken. Und wer Nervenkitzel sucht, traut sich im Waldbad Lohne einen Sprung vom Fünf-Meter-Turm oder saust von der 50-Meter-Rutsche ins Becken. Die Kleineren toben derweil auf dem Piratenschiff oder buddeln am Strand.

Kanufahren

Vom Wasser aus zeigt sich so manches Ufer in neuem Licht. Etwa bei einer Fahrt durchs Huntetal von Goldenstedt bis Wildeshausen. Oder auf dem Weg von Essen (Oldb.) nach Löningen über einen landschaftlich wie ökologisch besonders spannenden Abschnitt der Hase. Auf dem Kanulehrpfad „Soestetal“ lässt sich der Sport in einer natürlichen Umgebung erlernen. Der kleine Wiesenfluss bietet auf rund drei Kilometern ideale Bedingungen dafür.

Paddel und Pedal

Eine Wegrichtung per Boot, die andere mit dem Rad – das ist das Prinzip von Paddel und Pedal. Zum Beispiel geht es vom Barßeler Hafen aus über die Soeste oder von der Strücklinger Station auf der Sagter Ems im Kanu los. Bei der Planung unbedingt beachten: Die angebotenen Touren sind tideabhängig.

Segeln & mehr

Ganz im Süden des Oldenburger Münsterlandes kann man das Segeln lernen: auf dem Dümmer. Vom Optimisten bis zum Katamaran lassen sich hier Grundkurse belegen, auch alle Sportbootführerscheine sind möglich. Wer schon einen Segelschein besitzt, kann tageweise oder auch im Abo-Modell Boote mieten.

Wasserwandern

Sie wollen das Oldenburger Münsterland mit dem eigenen Boot erkunden? Nur zu. In der Broschüre „Kurs auf Barßel und Saterland“ finden sich alle Informationen zum Wasserwandern im Deutschen Fehngebiet. Dazu gibt es Gewässerkarten, Übersichten der Anlegestellen, Schleusen- und Brückenöffnungszeiten und vieles mehr. Wer sich lieber schippern lassen möchte, kann dazu eine Fahrt mit der MS Spitzhörn rund um Barßel buchen.

Stand-up-Paddling

Es ist längst kein Trend mehr, sondern ein beliebtes Hobby, das Balance, Krafttraining und Naturgenuss verbindet: Stand-up-Paddling. Neben den beliebten Badeseen bieten sich dafür im Oldenburger Münsterland auch Kanäle und Flussläufe an. Wir haben zusammengestellt, wo sich Ein- und Ausstiegsstellen befinden und wo sich auch Equipment leihen lässt.

Surfen

Zum Surfen muss man nicht bis ans Meer fahren. Denn der Dümmer ist ein Flachsee und bietet damit als sogenanntes „Stehrevier“ ideale Voraussetzungen und ist ein beliebtes Anfängerrevier. An den meisten Stellen ist es stehtief: Wer reinfällt, kann direkt wieder aufsteigen. Es gibt hier nicht nur zwei Einsatzstellen, sondern auch die Möglichkeit, Kurse zu belegen. Wer schon surfen kann und weiter im Norden einen Spot sucht, der wird in Cloppenburg fündig. Der Wiesensee, auch Höltinghauser See genannt, wird gerne zum Surfen genutzt.

Tauchen

Für Sporttaucher:innen ist ein Besuch am Heidesee ein absolutes Muss. Unbemerkt von den klassischen Badegästen gibt es dort allerlei zu entdecken. Am Boden des bis zu 14 Meter tiefen Sees wurde eine Tauchplattform aufgebaut, an der geübt werden kann. Außerdem wurden ein Schiffs- und ein Autowrack versenkt und warten darauf, erkundet zu werden.