Und so ist der Fokus auf ökonomische, ökologische und soziale Themen und deren Zusammenspiel für das Unternehmen keineswegs Selbstzweck, sondern der einzig gangbare Weg. „Wir möchten unser Unternehmen fit für die Zukunft machen und drücken dies auch bewusst über unseren Claim In Form. Für Morgen. aus“, sagt Sandra Burwinkel. „Wir wollen unseren Beitrag leisten und dabei gestalten, statt gestaltet zu werden.“
Deshalb hat das Unternehmen die seit jeher bestehende Selbstverpflichtung zu mehr Verantwortung 2022 in eine ganzheitliche Zukunftsstrategie eingebettet. Der Leitgedanke des Ansatzes: „Nachhaltigkeit ist für uns kein Vorhaben, sondern eine Haltung.“ Die Strategie wurde mit konkreten Zielen versehen, inklusive der jährlichen Ermittlung des unternehmenseigenen CO₂-Fußabdruckes. An dem Erreichen der Ziele lässt sich Burwinkel messen.
Zur Dokumentation und Transparenz hat das Unternehmen 2022 einen ersten Nachhaltigkeitsbericht nach dem Standard des Deutschen Nachhaltigkeitskodex vorgelegt. Die Veröffentlichung des nächsten Berichts nach dem neuen, von der EU entwickelten VSME-Standard (Voluntary Sustainability Reporting Standard für kleine und mittelständische Unternehmen) ist 2026 geplant.
Zukunftsmärkte schaffen und besetzen
„Neben Aspekten wie der Kreislaufwirtschaft, dem zunehmenden Einsatz von Rezyklaten oder der Reduktion von CO₂-Emissionen durch effiziente Produktionsprozesse und den Einsatz erneuerbarer Energien ist es uns sehr wichtig, unsere Mitarbeitenden, Kunden, Lieferanten und Partner auf diesem Weg mitzunehmen. Gemeinsam möchten wir Zukunftsmärkte schaffen“, sagt Steffen Breitenstein.
Dass dieser Ansatz nicht nur finanzielle wie personelle Ressourcen bindet und anstrengend ist, sondern auch erfolgreich sein kann, zeigte sich im April 2025. Da wurde das Mühlener Unternehmen für seine Bemühungen und die Strategie vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit dem CSR-Preis der Bundesregierung in der Kategorie Konstruktive Stakeholdereinbindung ausgezeichnet. CSR ist das gängige Kürzel für Corporate Social Responsibility, auf deutsch unternehme-rische gesellschaftliche Verantwortung.
Damit ließ Burwinkel namhafte Großkonzerne wie BASF, die Deutsche Post oder EnBW hinter sich. „Durch Workshops und Kooperationen treibt das Unternehmen den Wissensaustausch in der Branche und mit seinen unterschiedlichen Stakeholdern voran und zeigt, wie mittelständische Unternehmen Verantwortung übernehmen können“, sagte Laudatorin Birgit Riess, Director Nachhaltige Soziale Marktwirtschaft der Bertelsmann Stiftung.
Nachhaltigkeit als Chance, statt Pflicht
Der CSR-Preis macht die Mühlener durchaus stolz. „Mit Nachhaltigkeit kann man gewinnen. Nicht nur auf der Bühne eines solchen Preises, sondern auch als Unternehmen, durch wirtschaftliche Stabilität und Zukunftsperspektive. Doch wir dürfen jetzt nicht nachlassen, auch wenn die EU das Thema zuletzt deutlich abgeschwächt hat. Wir sollten Transformation als Chance und nicht als lästige Pflicht sehen, brauchen dafür aber auch klare Regeln und eine Beständigkeit in politischen Entscheidungen“, sagt Martin Burwinkel.