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Wie eine Agentur aus dem OM zum Software-Hersteller wurde

27.05.2026
Autor*in: Timo Weigel

(TL;DR) Aus der Marketing-Agentur moin media entstand Anfang 2024 die Inno KI GmbH – gegründet mit Mike Koene, KI-Entwickler der ersten Stunde. Weil wir bereits Mitte 2022, ein halbes Jahr vor dem Launch von ChatGPT, mit KI-Texten experimentierten, erkannten wir früh das Potenzial und das Problem: Datenschutz. Daraus entwickelten wir InnoGPT – eine DSGVO-konforme Plattform, die sicheren Zugang zu allen führenden KI-Tools bietet. Heute arbeiten zahlreiche Unternehmen deutschlandweit mit unserer Lösung.

Innovation ist Teamarbeit – das moin media Team als Experimentier-Labor für neue KI-Lösungen.

Moin, bei moin media war Innovation schon immer Teil unserer DNA. Wir hatten das Glück, immer sehr früh mit neuen Techno­logien in Kontakt zu kommen und uns dafür zu begeistern. Ob moderne Website-Systeme wie Webflow, fortschrittliche Tracking-Lösungen oder Automatisierungen – überall setzen wir auf die neueste Technologie. Das ist vor allem das Verdienst meines Mitgründers Mo (Maurice), einem echten Tech-Genie, der wirklich alles im Blick hat, was sich in unserer Branche technisch bewegt.

Als Mitte 2022 die ersten KI-Tools für Textgenerierung verfügbar wurden, waren wir natürlich sofort dabei. Wir begannen, Texte mit KI zu schreiben – ein halbes Jahr bevor ChatGPT im November 2022 überhaupt öffentlich wurde. Das war einfach der nächste logische Schritt in unserer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Und schnell wurde uns klar: Diese Technologie wird unsere Branche fundamental verändern.

Die Gründung: Inno KI GmbH

Aus dieser intensiven Beschäftigung mit KI entstand Anfang 2024 eine klare Vision: Wir wollten nicht nur KI nutzen, sondern selbst KI-Lösungen entwickeln. Mit Mike Koene als Co-Gründer und Chef-Entwickler der Inno KI GmbH hatten wir den perfekten Partner gefunden. Mike ist KI-Entwickler der ersten Stunde und hat 2013 bereits KI studiert, als es noch nicht mal „KI“ hieß, sondern Knowledge Engineering und Machine Learning. Ohne ihn würde nichts von dem funktionieren, was wir heute haben.

moin media bleibt dabei unser Herzstück und wächst weiter – die Agentur gibt richtig Gas. Inno KI ist die perfekte Ergänzung. Beide Unternehmen stärken sich gegen­seitig und treiben Innovation voran.

Das erste Produkt: InnoChat

Ende 2024 launchten wir unser erstes Produkt: InnoChat, ein intelligenter Chatbot für Websites. Anders als klassische FAQ-Bots kann er durch generative KI echte Gespräche führen, auf Basis von Unternehmensdaten arbeiten und sogar Aktionen ausführen – etwa Bestellstatus prüfen oder Kontaktdaten weiterleiten. Das Feedback war sehr gut, und heute läuft InnoChat auf vielen Websites, teilweise sogar als vollwertiger Ersatz für klassische Kontaktformulare.

Doch dann kam das entscheidende Feedback von unseren Kunden: „Der Chatbot für unsere Website ist klasse. Aber unser größeres Problem liegt woanders. Wir brauchen eine sichere Möglichkeit, wie unsere Mitarbeiter intern mit KI arbeiten können.“ Das war der Moment der Klarheit. Das Kernproblem war nicht die externe Kommunikation, sondern die interne Produktivität und Kreativität.

Das Datenschutz-Dilemma

Die großen Tools wie ChatGPT, Claude oder Gemini waren längst verfügbar. Doch für Unternehmen, die sensible Daten verar­beiten, gab es ein massives Problem: den Datenschutz. Kundendaten, Strategien, interne Informationen auf Server von US-Konzernen hochzuladen, war für viele – gerade im deutschen Mittelstand – undenkbar.

Timo Weigel Gründer von moin media und Inno KI – aus dem Oldenburger Münsterland.

Die Lösung: InnoGPT als sichere Brücke

Also entwickelten wir Anfang 2025 Inno‑­GPT. Die Plattform ist keine Alternative zu Chat­GPT, Claude oder Gemini – sie ist die sichere Brücke zu all diesen Tools. InnoGPT bietet in einer einzigen, einfach zu bedienenden Oberfläche Zugang zu allen rele­vanten Sprachmodellen, den besten Bildgenerierungsmodellen und vielen weiteren KI-Features. Das Ganze komplett DSGVO-­konform und in der EU gehostet. Wir haben das Datenschutzproblem gelöst und gleichzeitig die Vielfalt der besten KI-Technologien zugänglich gemacht.

Als ersten Kunden für InnoGPT konnten wir die Böckmann-Fahrzeugwerke aus Lastrup gewinnen – ein innovatives Unternehmen aus dem Oldenburger Münsterland. Böckmann war nicht nur Kunde, sondern von Anfang an aktiver Entwicklungspartner. Ihre Anforderungen, Wünsche und ihr präzises Feedback haben InnoGPT entscheidend mitgeformt. Unser erster Vertriebspartner wurde die Austing IT aus Lohne, die mittlerweile bereits mehrere hundert Lizenzen an ihre Kunden ausgerollt hat.

Das Herzstück: Von Prompt-Engineering zu Kontext-Engineering

Bei all dieser Entwicklung ist moin media durchgängig Test-Kunde und Experimentier-Labor für Inno KI geblieben. Vieles, was wir in InnoGPT entwickeln, entsteht aus unserem eigenen Bedarf heraus – und natürlich dem unserer Kunden.

Früher haben wir in der Agentur ständig über Effizienz gesprochen. Das Thema ist heute durch. Mit KI ist Effizienz selbstverständlich geworden. Mittelmäßige Inhalte kann heute jeder in Sekunden erstellen. Was jetzt wirklich zählt, ist Kreativität. Und genau daran arbeiten wir.

Die Antwort heißt Kontext-Engineering – die Weiterentwicklung von Prompt-Engineering. Für jeden Kunden legen wir in InnoGPT einen geschützten Wissensraum an: das digitale Gedächtnis des Projekts. Alle bisherigen Kampagnen, strategische Ziele, Tonalität, Markenwerte. Dieses Wissen verbinden wir dann mit spezialisierten Assistenten.

Das Ergebnis entsteht aus dem Zusammenspiel von drei Faktoren: absolute Experten (wir haben die besten Marketing-Experten der Region bei uns), herausragende KI (die besten Modelle in InnoGPT) und richtiger Umgang damit (Kontext-Engineering).

Bei moin media ist KI heute in allen Prozessen und Aufgaben integriert. Wenn man durch unser Büro geht, hört man Kollegen im Dialog mit der KI. Sie geben mehr Kontext, bringen eigene Ideen ein, diskutieren mit der KI und feilen gemeinsam an Formulierungen. Unser heutiges Arbeitspensum und vor allem die kreative Qualität, die wir liefern, wären ohne diese tiefe Integration der KI gar nicht mehr denkbar.

Mehr als Software: Change Management als Schlüssel

Eine wichtige Erkenntnis aus unserer eigenen Erfahrung: KI-Implementierung ist in erster Linie ein Change-Management-Thema. Die beste Software nützt nichts, wenn die Mitarbeitenden sie nicht nutzen oder nicht richtig nutzen können. 

 

Genau deswegen bieten wir bei Inno KI nicht nur die Plattform, sondern ein Gesamtpaket an: durchdachte Schulungskonzepte, vorbereitete Assistenten für typische Anwendungsfälle und intensive Begleitung beim Rollout.

Besonders wichtig ist dabei die enge Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern. Sie sind nah an den Kunden dran, kennen deren Prozesse und können beim Change-Prozess vor Ort unterstützen.

Diese Kombination aus guter Software, Schulung und persönlicher Begleitung macht den Unterschied zwischen „haben wir mal getestet“ und „ist nicht mehr wegzudenken“.

Die neue Realität: Eine Unternehmensgruppe wächst

Was als Experiment begann, ist heute eine Erfolgsgeschichte. Heute arbeiten wir mit über 20 Vertriebspartnern zusammen und haben Kunden im gesamten Oldenburger Münsterland und deutschlandweit.

Wir denken bereits über Internationalisierung nach. Unsere kleine Unternehmensgruppe ist gewachsen und stark aufgestellt. moin media unterstützt als Agentur weiterhin unsere starken Unternehmen in der Region und Inno KI ist als Software-Hersteller erfolgreich gestartet. Beide Unternehmen profitieren voneinander und treiben sich gegenseitig voran.

Wir möchten uns an dieser Stelle für das Vertrauen bedanken, das uns aus der Region entgegengebracht wird. Wenn Sie Interesse haben oder einfach mal austauschen möchten, wie KI Ihre Arbeit unterstützen kann – melden Sie sich gerne! [ P.S. Dieser Artikel entstand in enger Zusammenarbeit zwischen Timo und InnoGPT ] 

So stellt sich die KI das Oldenburger Münsterland vor.