Nachhaltiges Arbeiten im Team
Heute blickt Holtvogt auf mehr als 25 erfolgreiche Jahre „Bauwas“ zurück. Inzwischen arbeitet er für die Schülerfirma mit den Teilnehmenden der Berufseinstiegsschule Sprache und Integration – immer dienstags, für sechs Schulstunden. Hier kommen unter anderem Jugendliche aus Afghanistan, der Ukraine und einigen westafrikanischen Ländern zusammen. An den handwerklichen Aufgaben können sich alle beteiligen – unabhängig davon, wie gut ihre deutschen Sprachkenntnisse bisher sind. „Bei Bauwas kann man lernen, wie die Maschinen funktionieren und zeigen, was man kann. Man baut etwas aus einem Holzbrett und sieht am Ende das Ergebnis“, beschreibt der 16-jährige Danyil. Sein Mitschüler Karzan gibt Beispiele: „Wir haben Fledermauskästen und Tischbänke gebaut und dafür Holz zugeschnitten, geschliffen und zusammengebaut.“
Auch Hassan ist Teil der Schülerfirma: „Das Besondere an ‚Bauwas‘ ist, dass die Dinge, die wir aus Holz bauen, sehr gut für die Umwelt sind“, erklärt der 17-Jährige. „Außerdem können wir unsere Produkte verkaufen und mit dem Geld gemeinsam etwas machen, zum Beispiel Essen gehen.“ Ousmane macht die Arbeit bei Bauwas ebenfalls viel Spaß: „Besonders gefällt mir die Teamarbeit, und dass wir einander helfen und respektvoll miteinander umgehen.“
Je nach Produkt wird auch abteilungsübergreifend gearbeitet: mal mit den Tischlern, mal mit den Metallbauern. Der Fokus liegt bei allen Arbeitsschritten auf Nachhaltigkeit – und zwar in dreierlei Hinsicht: materiell, sozial und wirtschaftlich. „Verarbeitet wird nur heimisches Holz aus einem regionalen Sägewerk, alle Produkte werden unbehandelt verkauft“, gibt Claus Holtvogt ein Beispiel. „Außerdem legen wir Wert auf einen bewussten Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Materialien, und verarbeiten auch Reste so gut es geht weiter.“