Wanderausstellung - von Saxen, Perlen und Pferden. Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Visbek-Uhlenkamp II - Historischer Kontext
Aktuell sind im Museum Zeughaus in Vechta Funde der Wanderausstellung „Von Saxen, Perlen und Pferden. Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Visbek-Uhlenkamp II“ zu sehen. Die Sonderschau bildet den Abschluss einer bereits seit September 2025 laufenden Wanderausstellung, die nach Visbek (Rathaus), Lohne (Industriemuseum) und Wildeshausen (Urgeschichtliches Zentrum) nun in Vechta zum vierten und letzten Mal Station macht. Präsentiert werden ausgewählte Grabinventare des frühmittelalterliches Friedhofes Visbek-Uhlenkamp II, der 2011/2012 im Nordwesten des Ortes ausgegraben wurde. Das Gräberfeld mit seinen vielfältigen Aussagemöglichkeiten wurde inzwischen vollständig ausgewertet (Abb. 1). So erzählen die über 400 Gräber von der damaligen Bevölkerung und ihrer Lebensweise. Die Beigaben – Schmuck, Geräte, Waffen und Keramik – geben Auskunft über die handwerklichen Fähigkeiten. Der Friedhof stammt aus dem 7. bis 9. Jahrhundert n. Chr. und ist vom kulturellen und religiösen Wandel geprägt. Die verschiedenen Gräber, darunter über 40 Pferdegräber und über 180 Brandbestattungen, sind Zeugnis davon.
Die konkreten Inhalte der Wanderausstellung variierten im Laufe der letzten Monate innerhalb der vier Stationen. So folgten nach den Schwerpunkten „Gräberfeldstruktur und Belegungszeit“ (Visbek), „Fragen nach Ethnos und Religion“ (Lohne) und „Anthropologie und soziale Gliederung“ (Wildeshausen) in Vechta das Thema „Historischer Kontext“, dass der Ausstellungskurator Andreas Hummel am 5. November 2026 mit einem Vortrag eröffnete.
Die Besucher können sich selbst davon überzeugen, wie die Bestattungskultur vor 1200 Jahren aussah und ob ältere verfestigte Geschichtsbilder aktuellen Forschungsergebnissen noch standhalten. Die Grabinventare sind noch bis Januar/Februar 2027 zu sehen.