Jürgen Posselt hatte sogar schon die Bauarbeiter gefragt, wenn der Platz aufmacht. Für den 66-Jährigen ist es eine Rückkehr in die alte Heimat. Er ist in Clemens-August-Dorf, einem Ortsteil von Damme, geboren und zur Schule gegangen, bis 1975, „die letzte Klasse, die abgegangen ist“. Bis heute pflegt er den Kontakt zu ehemaligen Mitschülern. Etwa fünf Meter ist sein Stellplatz breit, das hat er abgeschritten. „Ich komme aus der Vermessung.“ Sein Urteil: „Der Platz ist super. Man kann die Markise ausfahren. Und man steht nicht im Matsch.“ Die Stellflächen sich gepflastert mit Steinen, durch die das Wasser versickern kann. 25 Euro zahlt er die Nacht. „Da ist alles drin, auch Strom und das Entsorgen der Kassette.“ Fasziniert ist das Ehepaar von der Ruhe. Am Abend hört man Gänse und Frösche – und sonst nichts.
Gleich nebenan sitzt Dorothea Warstat vor ihrem Hymer Mobil.
Die pensionierte Zahnärztin aus Detmold kennt den Platz schon länger. Immer wenn sie mit ihrem französischen Laufhund, einem Porcelaine, einen Termin beim Tierarzt in Damme hat, steuert sie den Dümmer an. Zwei Nächte bleibt sie diesmal. Der nächste Termin steht auch schon fast, im August wird sie wieder hier sein. „Viele Hundebesitzer sind mit dem Wohnmobil unterwegs.“ Ansonsten schätzt sie die gute Versorgungslage. „Selbst in Detmold kennt man Hoffmann. Diese Eisbecher. Und die Fischbrötchen natürlich.“ Und wie findet sie den neuen Stellplatz? „Luxuriös. Ich kann mir vorstellen, das wird hier richtig voll.“
Birgit und Silvio Sürth stoßen ins gleiche Horn. Sie haben in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub gemacht und Ausschau gehalten nach einem Stellplatz auf dem halben Weg nach Leverkusen, ihrer Heimatstadt. Eine Nacht bleiben sie am Dümmer. „Wobei man wirklich sagen muss: Man kann hier auch länger verweilen.“ Wenn die letzten Kinderkrankheiten auskuriert sind und der frisch angesäte Rasen richtig grün ist, „dann hätte der Platz die Chance, in die Top 100 in Deutschland zu kommen.“ Eine Einschätzung, die aus berufenem Munde kommt. „Wir sind unser ganzes Leben Camper.“