RASTA Vechta

Zurück in Liga 1

Nach einjähriger Pause sind die Basketballer von RASTA Vechta zurück in der deutschen Eliteliga. Die ganze Region freut sich darüber, denn hier geht es um mehr als Sport. RASTA steht für Selbstbewusstsein und Identifikation. Und diesmal sollen auch die nötigen Punkte gesammelt werden, um einen erneuten Abstieg zu vermeiden.

Abstieg. Depression. Selbstzerfleischung. Wenn sich sportlicher Misserfolg einstellt, gerät vieles aus den Fugen. Nicht so in Vechta. Im Frühsommer 2017, nach dem Gang in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, wurde an der Pariser Straße nicht Trübsal geblasen, sondern es wurden die Ärmel hochgekrempelt. Mit einem neuen Team, einer echten Mannschaft, marschierten die RASTAner durch die Saison und feierten am 7. Mai dieses Jahres die Meisterschaft sowie die damit verbundene Rückkehr in die easyCredit Basketball Bundesliga.

Ende September 2018 dann die mit Spannung erwartete Saisonpremiere – ausgerechnet gegen eines der besten Teams der Eliteliga. Der Europapokal-Teilnehmer medi bayreuth kam unter anderem mit Nationalmannschaftskapitän Bastian Doreth nach Vechta und zeigte RASTA sogleich die Grenzen eines Aufsteigers auf. In der ersten Hälfte war das Team des im Sommer vom Co- zum Chef-Trainer aufgestiegenen Trainers Pedro Calles (35) praktisch chancenlos. Nach dem Seitenwechsel aber fanden die Gastgeber besser in die Partie und ließen sich nicht noch weiter abhängen.

Guter Mix aus Jung und Alt

Nur fünf Tage später standen die Vechtaer dann vor der wohl höchsten Hürde in der easyCredit BBL: Gastspiel beim Deutschen Meister FC Bayern München. Gut zwei Minuten vor dem Ende schnupperten die Niedersachsen an der größtmöglichen Sensation, waren in Schlagdistanz. Doch dann zeigte der Champion Herz und wies RASTA mit einem finalen 10:0-Lauf in die Schranken. Schicksal eines Aufsteigers.

Die Mission Klassenerhalt geht RASTA im Gegensatz zum letzten BBL-Abenteuer nicht mit einem runderneuerten Team an. Coach Calles , der jüngste Trainer in der Liga, vertraut dem Kern der Meistermannschaft. Dazu gehören neben dem besten Spieler der Vorsaison, Seth Hinrichs (25), auch der erstligaerfahrene Kapitän Josh Young (30) und zum Beispiel die Vechtaer Top-Talente Philipp Herkenhoff (19) und Luc van Slooten (16).

Nachwuchsförderung wird groß geschrieben unter Klubboss Stefan Niemeyer (57). Der Vechtaer Unternehmer, ihm gehört die Firma MIAVIT in Essen/Ol., ist sicher, dass Investitionen in die Jugend sich auszahlen werden: „Wir wollen erreichen, dass basketballbegeisterte Jugendliche in und um Vechta sowie über die Kreisgrenzen hinaus bei RASTA ein sportliches Zuhause finden und hier ihrem Traum von einer Profikarriere nachgehen können. Dafür investieren wir in sehr gut ausgebildete Jugendtrainer und wissen in Pedro Calles auch einen Head Coach bei den Profis, der gerne mit den Talenten arbeitet und sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort einsetzen wir."

Einsatz und Identifikation

Beim Recruiting für offene Stellen an der Pariser Straße spielt noch etwas eine entscheidende Rolle: Identifikation. Zwar sind Wechselspiele im Basketball völlig normal, Spieler kommen und gehen. Und nur selten bleibt ein Profi mehrere Jahre an einem Standort. Einmal RASTA, immer RASTA – das wäre in diesem schnelllebigen Sport vollkommen absurd. Aber für die Zeit des Engagements erwarten Geschäftsführung, Coaches und Fans in Vechta 100 Prozent Einsatz von ihren RASTAnern. „Wir wollten Spieler zu uns lotsen, die sich voll reinhängen und mit dem Club identifizieren", betont Niemeyer. Daran habe es gerade in der Saison 2016/17 gemangelt. Für Niemeyer „eine der Ursachen des Abstiegs."

Der neuerliche Anlauf in der easyCredit Basketball Bundesliga bedeutet für RASTA Vechta nicht nur eine größtmögliche sportliche Herausforderung. In Sachen Etat und Infrastruktur bedeutet sportliche Erstklassigkeit auch wirtschaftlich erstklassig sein zu müssen. Sollte RASTA dieses Mal den Klassenerhalt schaffen, liegt das „Eintrittsgeld" für die Saison 2019/20, also der von der Liga geforderte Mindestetat, bei drei Millionen Euro. Für die aktuelle Spielzeit liegen die Vechtaer dank des großen Engagements der MIAVIT und gut 170 weiterer Sponsoren sowie der Einnahmen durchs Ticketing bei circa 2,7 Millionen Euro. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir im Falle des Klassenerhaltes auch den nächsten Schritt schaffen würden. Trotzdem habe ich Respekt vor der Herausforderung und begrüße diesen Beschluss auch nicht sonderlich. Denn für einen zukünftigen Aufsteiger aus der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA stellen die drei Millionen schon eine sehr hohe Hürde dar", weiß Unternehmer Niemeyer.

Attraktiver Standort für Talente

Dass Geld Körbe wirft, ist in Verbindung hierzu derweil nicht von der Hand zu weisen. Aber: Der Gesamtetat eines Klubs lässt nur ansatzweise Rückschlüsse auf die für Spielergehälter zur Verfügung stehende Summe. Bei RASTA etwa leistet man sich nicht nur sechs Festangestellte in Front- und Backoffice sowei den dreiköpfigen Trainerstab für das BBL-Team sondern auch vier hauptamtliche Jugendtrainer sowie ambitionierte, junge Coaches, die auf 450-Euro-Basis arbeiten, plus weitere ehrenamtlich tätige Trainer im Stammverein. Nur so lässt sich der Standort in Vechta auch für Talente attraktiv gestalten.

RASTAs „Zweite" spielt praktisch mit einer U21 in der 1. Regionalliga Nord, der 4. Liga. Die U16 und die U19 spielen als YOUNG RASTA DRAGONS (eine Kooperation dem TSV Quakenbrück) jeweils in den höchsten Jugendligen. Die U19 wurde in diesem Mai Vizemeister, die U16 erreichte das Achtelfinale. „Mittlerweile kommen zu den YOUNG RASTA DRAGONS ambitionierte Talente aus Osnabrück und sogar Cuxhaven. Wir bieten Fahrdienste, Kochkurse in Sachen gesunder Ernährung, Hausaufgabenhilfe und einiges mehr. Der Nachwuchs liegt hier allen sehr am Herzen und wir freuen uns gemeinsam immer riesig, wenn eines unserer Talente in eine Auswahlmannschaft berufen wird", so Niemeyer. Anfang Oktober etwa wurden gleich vier YOUNG RASTA DRAGONS zu den Lehrgängen der neuen U16-Nationalmannschaft berufen – der Einsatz lohnt sich.

Heimspiele werden zu Festtagen

Die Zuschauer im RASTA Dome honorieren dieses Engagement in Spitzen- und Breitensport, machen die rasante Achterbahnfahrt der #alarmstufeorange mit. Für die Fans in Vechta sind die Heimspieltermine wahre Festtage, der Gang an die Pariser Straße und die After-Game-Party in der Kultspielstätte gehören zum Wochenende Vechtas wie der Stoppelmarkt im August. Mit 2.440 verkauften Tickets wurde für die aktuelle Saison ein neuer Dauerkartenrekord aufgestellt. Eine Warteliste existiert nicht – sie würde einfach zu lang werden.

Und doch haben Fans Woche für Woche immer wieder gute Chancen auf eine Eintrittskarte. Denn RASTA verkauft für jedes der 17 Heimspiele immer noch Tageskarten. „Wir wollen, dass möglichst viele Menschen aus Vechta und umzu zu den Spielen kommen. Sicherlich könnten wir noch mehr Dauerkarten verkaufen. Aber die Deckelung bei dann noch 700 verbleibenden Einzelkarten hat sich bewährt und ich freue mich immer, wenn Menschen erzählen, dass sie erstmals ein Spiel gesehen haben und begeistert waren von der einmaligen Atmosphäre in unserem Wohnzimmer", so Klubchef Niemeyer.

 

 

Teilnahmebedingungen zum Facebook-Gewinnspiel

  • Das Gewinnspiel startet am 09.10.2018 und endet am 12.10.2018 um 11 Uhr.
  • Es werden jeweils 2x2 Karten verlost.
  • Die Teilnahme erfolgt ausschließlich über euren Kommentar unter diesem Beitrag mit Verlinkung bzw. Markierung einer Person, mit der ihr gemeinsam zum Spiel gehen möchtet.
  • Mehrere Kommentare der gleichen Person werden als eine einzelne Teilnahme gewertet.
  • Kommentare, die gegen die Facebook-Richtlinien, deutsches Recht und oder das Copyright verstoßen, werden nach Kenntnisnahme ohne Ankündigung entfernt. Der Teilnehmer ist damit vom Gewinn ausgeschlossen.
  • Die Gewinner werden am Tag des Gewinnspielendes nach dem Zufallsprinzip ermittelt.
  • Die Gewinner werden von uns per privater Nachrichtenfunktion innerhalb von Facebook informiert. Jeder Gewinner muss sich innerhalb von einem Werktag per privater Nachricht an die Fanpage des Oldenburger Münsterlands zurück melden.
  • Meldet sich ein Gewinner nicht innerhalb dieser Frist, werden die entsprechenden Gewinne erneut unter allen Teilnehmern verlost.
  • Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeiter und Angehörige des Verbunds Oldenburger Münsterland.
  • Die bereitgestellten Informationen werden einzig für das Gewinnspiel verwendet. Fragen und Kommentare sind direkt an info@oldenburger-muensterland.de zu richten. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Ansprechpartner und Verantwortlicher ist allein der Verbund Oldenburger Münsterland e.V.