Unsere Aufgabe ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in marktfähige Lösungen zu übersetzen.“ Sein Werdegang – geprägt durch Stationen in der Agrartechnik und Maschinenentwicklung – spiegelt sich in der Philosophie des Unternehmens wider. AAT arbeitet eng mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Partnerbetrieben zusammen, um praxisnahe Lösungen zu schaffen, die weltweit eingesetzt werden können.
Auch die enge Zusammenarbeit mit Erich Wesjohann war für Hurlin entscheidend: „Er ist jemand, der Maschinen und Tiere gleichermaßen versteht. Diese Kombination war Gold wert. Wir haben viele Stunden diskutiert, Ideen geprüft, für gut be-funden oder verworfen – und getestet bis es passte.“ So entstand eine Technologie, die nicht nur den gesetzlichen Anforderungen gerecht wird, sondern Maßstäbe setzt.
Das bestätigt auch der Blick auf die Branche: Der Anteil an sogenannten „Bruderhahnaufzuchten“ – also dem Aufziehen männlicher Küken, um das Töten zu vermeiden – sinkt in Deutschland rapide. Stattdessen setzt sich die Geschlechtsbestimmung im Ei durch. Verfahren wie CHEGGY tragen entscheidend dazu bei, dass ethische Standards und wirtschaftliche Interessen miteinander vereinbar werden.
Auch international stößt CHEGGY Zoom auf wachsendes Interesse. Anfragen kommen aus ganz Europa, USA, Asien und Südamerika. „Das zeigt, dass Innovation aus dem OM weltweit relevant sein kann“, sagt Hurlin. „Wir haben hier eine Region, in der Forschung, Handwerk und Unternehmergeist eng zusammenwirken. Das ist ein unschätzbarer Vorteil.“
Mit dem Innovationspreis 2025 des Ver-bundes Oldenburger Münsterland wurde diese Leistung nun ausgezeichnet. Der Preis würdigt dabei nicht nur die technische Exzellenz, sondern auch den Mut und die Weitsicht. Hurlin nimmt die Ehrung stellvertretend für das gesamte Team entgegen: „Innovation entsteht nie allein. Sie ist eigentlich immer das Ergebnis vieler kluger Köpfe, die gemeinsam denken, tüfteln und Verantwortung übernehmen.“
Der Erfolg von CHEGGY Zoom zeigt, dass technischer Fortschritt und ethische Verantwortung kein Widerspruch sind. Für Hurlin ist das nur der Anfang: „Die Zukunft liegt in automatisierten, tiergerechten Prozessen, die gleichzeitig ökonomisch sind. Wir entwickeln weiter, denn die Themen Tierschutz, Nachhaltigkeit und Effizienz werden uns in der Agrartechnik noch lange begleiten.“