Jetzt schon an morgen denken!
Zur Firmenphilosophie gehört, am Puls der Zeit zu sein. Das bedeutet unter anderem, das Thema Nachhaltigkeit dauerhaft, sinnvoll und transparent im Unternehmen zu verankern.
BERDING BETON setzt beispielsweise auf klimafreundliche Zemente mit reduziertem CO₂-Fußabdruck. Das Unternehmen nutzt großflächige Photovoltaikanlagen zur Stromgewinnung und schützt Ressourcen, indem mit rezyklierten Gesteinskörnungen und Betonbruch neue Betonprodukte hergestellt werden.
Ein wichtiger Schritt zur Klimaneutralität erfolgte im Mai 2024 mit der offiziellen Zulassung für BERDING BETON, erstmalig in Deutschland Rohre komplett ohne Zement zu fertigen: Dies ist branchenweit ein neuer, bemerkenswerter Maßstab.
In der Produktentwicklung testen die BERDING-Fachleute neue Betonrezepturen, konstruieren innovative Formen und verbessern bisherige Produkte. Bei der täglichen Erarbeitung neuer Produktvorschläge fließen die langjährige Erfahrung und das hohe Know-how der Ingenieurinnen und Ingenieure ein.
Darüber hinaus arbeitet BERDING eng mit namhaften Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen. Dieses wissenschaftliche Netzwerk ermöglicht einen gegenseitigen Wissenstransfer und Ideenaustausch.
Mit diesem so generierten Technologievorsprung bleibt das Unternehmen wettbewerbsfähig – wovon selbstredend auch die Kunden profitieren.
Beispiele für qualitative Produkte und die Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten
BERDING BETON realisiert vielfach Projekte, bei denen die Produktion von Stahlbeton-Vortriebsrohren gefragt ist. So zum Beispiel für einen drei Kilometer langen unterirdischen Abwasserkanal in Duisburg oder für den Bau eines Stauraumkanals in Berlin unter dem Mauerpark, der Spezialbeton-Rohrelemente mit einem Innendurchmesser von 3,85 m erforderte.
Beim Bau des Tunnels für Fernwärmeleitungen unter dem Rhein zwischen Köln-Niehl und Köln-Mülheim lieferte das Unternehmen ebenfalls die gewünschten Betontunnel-Elemente.
Als ein besonderes Projekt in diesem Bereich sei die Baumaßnahme in Paris-Austerlitz erwähnt. Das gigantische Bauvorhaben, das im Frühjahr 2024 im Herzen von Paris fertiggestellt wurde, umfasste den Bau eines unterirdischen Speicherbeckens mit einem Gesamtvolumen von 50.000 Kubikmetern – inklusive eines 625 Meter langen Kanals unter der Seine, um ihre Wasserqualität deutlich zu verbessern.
Nachdem der berühmte Fluss über 100 Jahre nicht zum Schwimmen geeignet war, sollte er im Sommer 2024 als Austragungsort für Schwimmwettkämpfe während der Olympischen Spiele dienen.
Grund für den hohen Verschmutzungsgrad der Seine war, dass die alten Abwasserkanäle bei starkem Regen schnell überlastet waren und sich das Regenwasser mit dem Abwasser vermischte. In großer Menge gelangte dieses verunreinigte Wasser in die Seine und beeinträchtigte dadurch die Wasserqualität negativ.
Mit der Baumaßnahme sollte das Pariser Kanalnetz entlastet und vor Überflutungen geschützt werden. Für den 625 Meter langen Sammler, der an das 50.000 Kubikmeter große Speicherbecken angeschlossen wurde, lieferte BERDING BETON 315 Stahlbetonvortriebsrohre mit einem Innendurchmesser von 2,5 Metern, einem Außendurchmesser von 3 Metern, einer Einzelrohrlänge von 2 Metern und einem Einzelgewicht von 11 Tonnen.
Allein die Anlieferung der Rohre – stehend „Eye to the Sky“ auf offenem Lkw, mit maximal zwei Rohren – mitten in die Millionenmetropole, erforderte eine logistische Meisterleistung. Im Vortriebsverfahren wurden die Rohre in bis zu 27 Meter Tiefe, zum Teil unter der Seine, verlegt. Sie mussten hohe Anforderungen in puncto Sicherheit und Qualität erfüllen, wie das Aufweisen eines maximalen Säurewiderstands. Die Kanalrohre wurden daher in XA3-Qualität (Beton mit erhöhtem Säurewiderstand SWB®) gefertigt.
Ein anderes Beispiel für innovative Produkte ist das Verkalit®-System von BERDING als flexible Lösung für den modernen Wasserbau. Auf Borkum konnte ein Deichschutz-Projekt realisiert werden. Im Zuge einer Deichsanierung setzten die Verantwortlichen für die Instandsetzung der rund 40.000 Quadratmeter großen Deckwerksfläche des Deiches auf Verkalit®-Steine, die über eine Länge von 1,9 km verlegt wurden.
Egal, ob Ufer- und Böschungsschutz, Regenrückhaltebecken oder andere wasserbauliche Anlagen – die robusten Verkalit®-Steine sind dank ihrer hohen Widerstandsfähigkeit gegen Erosion, Wellen und Witterungseinflüsse ideal für den Einsatz in anspruchsvollen Umgebungen. Sie sind speziell entwickelt worden, um eine Erosion der Böschungen und damit eine Gefährdung der Standsicherheit von Hochwasserschutz-Bauwerken zu vermeiden.
Ihre hohe Stabilität ergibt sich unter anderem durch ein Nut-Feder-System, das eine Kraftübertragung zwischen den eingebauten Verkalit®-Steinen bewirkt. Sie lassen sich mit Hilfe fachgerechter Verlegegeräte mit hoher Verlegeleistung wirtschaftlich einbauen.
Bei der Borkumer Baumaßnahme galt es viele Besonderheiten zu berücksichtigen, wie die Deichentwässerung durch einen Verkalit®-Filterstein (5.000 Quadratmeter) oder die Integration von über 50 Banksitzelementen. Außerdem wurden 1.000 Quadratmeter Verkalit®-Störsteine verbaut, die als „Wellenbrecher“ die Auflaufenergie der Welle absorbieren.