Der Ball ist jung!

Eines von Deutschlands größten Fußballturnieren für E-Jugendliche findet im Oldenburger Münsterland statt.

Oldenburger Münsterland. In Frankreich spielen die DFB-Frauen im Juni um die Weltmeisterschaft, in Italien und San Marino die U21-Mannschaft des DFB um die Europameisterschaft – jeweils ein Großereignis, das uns die nächsten Wochen sportlich noch fast jeden Tag begleitet. „Selbstverständlich findet auch in diesem Jahr wieder unser OM-Cup statt und rundet das tolle Fussballangebot des Sommers ab", so Jan Kreienborg, Geschäftsführer des Verbundes Oldenburg Münsterland. Das traditionelle Turnier der E-Jugend-Mannschaften ist für ihn längst zu einer Herzensangelegenheit geworden: „Es bereitet uns allen einfach einen Riesenspaß, den Kids beim Spiel zuzusehen."
Die Historie reicht zurück bis ins letzte Jahrhundert. Ursprünglich handelte es sich um einen Wettbewerb der besten Herrenmannschaften der beiden zum Oldenburger Münsterland gehörenden Landkreise Vechta und Cloppenburg. Seit 1999 wird das Turnier alljährlich für E-Jugendliche ausgeschrieben. Die Premiere gab es in Essen/Oldenburg mit 62 Teams, seitdem wandert der OM-Cup durch die Region. „Alle Städte und Gemeinden sollen mal drankommen und das besonders Flair der Veranstaltung spüren", sagt Kreienborg.
Das besondere Flair – das umfasst nicht nur den sportlichen Wettstreit der zuletzt stets 112 Mannschaften, sondern auch ein gemeinsames Zeitlager, ein umfangreiches Rahmenprogramm und nicht zuletzt, wie Jan Kreienborg hinzufügt, „das gute Wetter". Dafür können die Organisatoren in der Regel wenig, ansonsten sorgen sie aber mit ihren Teams dank monatelanger Vorbereitung dafür, dass alles perfekt abläuft. Es gibt viel zu tun, immerhin zählt der OM-Cup zu den teilnehmerstärksten Jugendfußballveranstaltungen Deutschlands.
Im Vorfeld laufen die Fäden bei Ralf Böckmann und Christian Albers zusammen. Als OM-Cup-Beauftragte der beiden Fußballkreise Vechta und Cloppenburg arbeiten sie Hand in Hand an der Organisation des Spektakels, etwa bei der Akquise von Sponsoren. Beide wissen: Fußball übt allen Unkenrufen zum Trotz auf Kinder weiter einen großen Reiz aus. Das belegen Jahr für Jahr die Anmeldezahlen. Zuletzt trafen bei den Verantwortlichen stets um die 150 Bewerbungen ein. Stehen alle Teilnehmer fest, werden die Mannschaften in vier Leistungsklassen eingeteilt. So fallen die Leistungsunterschiede nicht allzu groß aus und es lässt sich ein weitgehend fairer Wettbewerb gewährleisten. Am wichtigsten ist schließlich, dass alle kickenden Kids ihren Spaß haben.
Vor Ort geht es ebenfalls schon Monate vor dem ersten Anpfiff zur Sache. Der Zeltplatz für weit über tausend Spieler, Betreuer und Angehörige muss präpariert, der Spiel- und Zeitplan ausgetüftelt und das Programm für die Besucher auf die Beine gestellt werden. Waschplätze, Parkflächen und die gastronomische Versorgung nicht zu vergessen. „Ohne das großartige Engagement der vielen Helferinnen und Helfer wäre ein solches Turnier undenkbar", bekräftigt Jan Kreienborg.
Für den Verbund Oldenburger Münsterland gehört der OM-Cup zu den wichtigsten Events des Jahres. Es steht für die Werte der Region, für Teamgeist und Zusammengehörigkeitsgefühl, für Leidenschaft und Engagement. „Um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, ziehen hier ganz viele Leute an einem Strang – das hat schon Symbolcharakter." Außerdem habe man die Zukunft direkt vor Augen, wenn die jungen Sportlerinnen und Sportler dem Ball nachjagen. Und nicht wenigen Gästen am Spielfeldrand zuckt es bei diesem Anblick in den Beinen.