Elektromobilität

Landkreis Cloppenburg setzt auf Stromtankstellen

Ob die Elektromobilität zum Erfolg wird, hängt entscheidend davon ab, wie eng das Netz der Stromtankstellen geknüpft ist. Der Landkreis Cloppenburg hat dafür ein eigenes Förderprogramm aufgelegt.

Der Markt erwacht: Immer mehr Autohersteller nehmen Elektrofahrzeuge in ihre Verkaufskataloge. Anfang 2018 gab es bereits 29 verschiedene Modelle von deutschen Herstellern. Wenn daraus allerdings ein richtiger Boom werden soll, muss vor allem die Zahl der Ladepunkte – zurzeit rund 9000 – erhöht und so der Umstieg noch attraktiver gemacht werden.

Der Landkreis Cloppenburg hat im Jahr 2016 ein Förderprogramm für Stromtankstellen aufgelegt. Die Verwaltung zahlte den Städten und Gemeinden beim Aufbau von bis zu zwei Ladesäulen Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent der Kosten für die erste und 25 Prozent der Kosten für die zweite Ladesäule. „Es ist uns ein großes Anliegen, in unserem Flächenlandkreis diese Infrastruktur zu schaffen. Die überzeugende Resonanz bestätigt unseren Weg, die Entwicklung voranzutreiben", erklärte Landrat Johann Wimberg die Motivation für diese Maßnahme.

Nun kann Erfolg vermeldet werden. 17 neue Ladesäulen können bis Ende 2018 in zwölf Städten und Gemeinden in Betrieb genommen werden. „Damit", so Wimberg, „ist eine flächendeckende Versorgung mit E-Tankstellen im Kreisgebiet entstanden". Der Landkreis Cloppenburg gehöre zu den ersten mit einem flächendeckenden Netz an öffentlichen Ladestationen – und das ist eben nicht nur wichtig für einheimische Autofahrer, sondern auch für den Besucher-, Gast- und Durchgangsverkehr. Nebenbei: Auch auf dem Besucherparkplatz des Kreishauses in der Cloppenburger Eschstraße steht eine öffentliche Ladesäule.