Die Marktmeisterin

Stammgast auf Märkten

Wenn ich nichts ­bewege, darf ich mich nicht ­beschweren, dass sich nichts bewegt – das ist mein Lebens­motto.

Deshalb habe ich mich Anfang 2015 auf die Stelle als Marktmeisterin in meiner Heimat ­Goldenstedt beworben. Mir war klar, das ist ein Job, in dem ich gestalten und etwas erreichen kann. Als ich am 8. April des Jahres meinen ­ersten Arbeitstag hatte, war es nur noch wenig Zeit bis zur traditionellen Frühjahrskirmes. Zum Glück hatte mein Vorgänger noch alles vor­bereitet. Sonst wäre das wohl knapp geworden.

Neben der Frühjahrs- gibt es bei uns die Herbstkirmes, alle zwei Jahre das Familienfest und den Weihnachtsmarkt. Ich muss mich da unter anderem um das Organisatorische und die Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Wir bemühen uns in Goldenstedt, den Märkten eine ­eigene Identität zu geben. Das ist wichtig, um sich zu unterscheiden. Deshalb bin ich viel auf anderen Märkten unterwegs, sammle Ideen und schaue, was wir umsetzen. Diese Tätigkeit ist klasse, auch weil ich mir die Zeit selbst ein­teilen und Schwerpunkte setzen kann. Am besten gefällt es mir, wenn ich einen Anstoß gebe und die Sache anschließend von selbst läuft. Dann weiß ich, dass ich etwas bewirken konnte.