Sport

Ironman aus Visbek

Einmal beim Ironman auf Hawaii dabei zu sein – das ist der Traum eines jeden Triathleten. Meiner auch.

© Philipp Ellert
Philipp Ellert Der Triathlet erzählt vom 9. Oktober 2015 auf Hawaii

Ich habe ihn mir gleich zwei Mal erfüllen können: 2015 und 2018. Es war ziemlich heftig. Aber groß­artig. 3,9 Kilometer Schwimmen im Ozean, 180 Kilometer Radfahren und obendrauf der Marathon. Alles bei großer Hitze. Nach zehn Stunden und 37 Minuten war ich beim ersten Mal im Ziel. 2018 ging's schneller: neun Stunden, 23 Minuten.

Danach ist man erstmal glücklich. Kaum aber ist das Adrenalin weg, kommen die Schmerzen. Ungefähr eine Woche ist man noch angeschlagen. Vor einem Ironman-Wettkampf trainiere ich rund 15 Stunden in der Woche – und zwar nur für diesen Tag. Ein guter Coach kann bei der Trainingssteuerung helfen. Extrem hart wird es trotzdem. Vor allem beim Laufen ist es ab der Hälfte richtig zäh. Am Ende geht es nur ums Durchhalten. Bloß nicht aufgeben.

2019 war ich auf Hawaii nicht am Start. Mit 32 bin ich zwar im besten Triathlon-­Alter, aber meine Prioritäten haben sich verschoben. Ich werde Vater, wir bauen ein Haus, ich bin jetzt Partner in der Tierarztpraxis WEK in Visbek. Da wird die Kraft anders investiert. Aber ich trainiere weiter.