Im Rampenlicht: Ausstellung Lastruper Künstlerkreis

Bis Ende Februar können sich Interessierte in der Kulturscheune ein Bild von der Arbeit der Lastruper machen. Der Künstlerkreis will nicht nur beim Kunst- und Kulturfest auf sich aufmerksam machen.

Die Kulturscheune in Lastrup ist derzeit fest in eigener Hand, denn noch bis Ende Februar präsentieren Künstlerinnen und Künstler aus dem Gemeindegebiet ihre Werke in einer gemeinsamen Ausstellung. "Wir hatten jetzt schon häufiger auswärtige Aussteller bei uns zu Gast. Nun war es auch mal an der Zeit, dass sich unser Künstlerkreis einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert", sagt Sozialkoordinatorin Katharina Kaiser, die mit ihren Bildern selbst Teil der Ausstellung ist.

Insgesamt habe sich die Kulturscheune inzwischen als günstige Adresse für aufstrebende Hobbykünstler herumgesprochen. "Bis zum Sommer ist die Galerie jedenfalls ausgebucht", freut sich Kaiser. Deshalb hoffe die Leiterin des Bürgerhauses nun, dass auch die Lastruper Künstlerinnen und Künstler diese Bühne nutzen können. Schließlich hätten die heimischen Kunstschaffenden einiges zu bieten, was sich nicht zuletzt beim Kunst- und Kulturfest gezeigt hätte.

"Unsere gemeinsame Ausstellung soll zeigen, wie bunt und vielfältig Kunst sein kann", so Katharina Kaiser. Mitwirkende der Ausstellung sind neben Kaiser Marlies Diekmann, Sylvia Jakoby, Elfie Kläs, Janet Böckmann, Rosi Puchner, Stefanie Taubenheim und Dieter Behage. "Ich bin jedoch nicht der einzige Mann im Bunde. Außer mir gehören noch Heinz Finke, Michael Wlodarczak und Piotr Baro zum Lastruper Künstlerkreis", betont Behage schmunzelnd.

Im Gegensatz zu den Frauen in der Runde greift er nicht zum Pinsel, denn als gelernter Holzbildhauer drechselt er viel lieber Skulpturen. In der Ausstellung können Besucherinnen und Besucher von ihm unter anderem zwei Figuren aus Linden- beziehungsweise Eichenholz bestaunen. "Das Lindenholz ist wesentlich leichter zu bearbeiten als die Eiche. Aber bei meiner Arbeit gefällt es mir besonders, mit widerstandsfähigerem Material zu arbeiten. Das ist immer wieder eine besondere Herausforderung", findet er.

Die Lastruper Künstler organisieren sich über eine WhatsApp-Gruppe. "Wir versuchen, uns ungefähr einmal im Monat zu treffen. Außerdem könnten wir uns vorstellen, bald zum Beispiel wieder eine Aktion im Dorfpark auf die Beine zu stellen – vielleicht auch außer der Reihe des Kunst- und Kulturfestes", erzählt Sylvia Jakoby. Durch die Corona-Pandemie seien die Treffen zeitweise eingeschlafen. Erst im vergangenen Jahr hätten wieder mehr Aktionen stattfinden können.

So trafen sich die Lastruper zum Beispiel zwischen Weihnachten und Neujahr, um die Technik der Radierung kennenzulernen. "Der Künstler Alfred Gockel hat uns bei einem Besuch dankenswerterweise seine Radierpresse zur Verfügung gestellt und uns gezeigt, wie diese Technik funktioniert", berichtet Sozialkoordinatorin Katharina Kaiser.

Bei der Radierung handelt es sich um eine Drucktechnik aus dem 16. Jahrhundert. Dabei wird zunächst eine Bleistiftzeichnung auf eine lackierte Druckplatte übertragen; anschließend werden die gezeichneten Linien in die Lackschicht eingeritzt. Ein Säurebad sorgt dafür, dass sich die eingeritzten Linien in die Platte einätzen, sagt Katharina Kaiser.

Dort, wo der Lack eingeritzt wurde, ätzen sich die feinen Linien in das Kupfer ein. Nach dem Säurebad bearbeitet der Künstler mit einem Stichel noch einige Vertiefungen nach. Dadurch entstehen unterschiedliche Tiefen in der Radierung. "Im Anschluss wird die Druckfarbe gleichmäßig auf die Druckplatte aufgetragen und die überschüssige Farbe wird abgewischt", so Kaiser. In der Presse saugt das Papier die Farbe dann wie einen Schwamm auf.

"Die Ausstellung in der Kulturscheune kann auch als Einladung an weitere Kunstschaffende aus der Gemeinde gesehen werden. Wir freuen uns immer über neue Gesichter in unseren Reihen und einen spannenden Austausch untereinander", sagt Kaiser. Vielleicht könne sich auf Dauer sogar ein Kunst- und Kulturverein in Lastrup etablieren.

Info:
Die Ausstellung der Lastruper Künstler kann noch bis Ende Februar zu den Öffnungszeiten der Kulturscheune besichtigt werden. Weitere Informationen zum Lastruper Künstlerkreis erteilt Katharina Kaiser unter Telefon 04472/890056 oder per Mail an kkaiser@lastrup.de

Do, 29. Februar 2024

8:30 – 12:30 Uhr

Do, 29. Februar 2024  |  8:30 – 12:30 Uhr

Do, 29. Februar 2024  |  14:00 – 18:00 Uhr

Kulturscheune Lastrup
Vlämische Straße 38
49688 Lastrup
Zur Veranstaltungsstätte

Veranstalter

Künstlerkreis Lastrup

49688 Lastrup
E-Mail: kkaiser@lastrup.de
Infotelefon: +49 4472 890056

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