© Janning Trumann

mit Fosterchild

Das Quintett mit Musikern aus Köln und Kopenhagen stellt auf Einladung des Kulturkreises sein neu erschienenes Jazz-Album „Dear Earthling“ vor.

Konzerterfahrung hat Fabian Arends jede Menge. Allein in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres stand er fast 40-mal auf der Bühne. Auftritte in seiner Heimatstadt sind für den gebürtigen Friesoyther dennoch etwas Besonderes. „Da sitzen die Eltern, Verwandte und alte Bekannte im Publikum“, sagt der inzwischen in Köln lebende Schlagzeuger. „Das hat man sonst so nicht, das ist auf jeden Fall ein spezieller Moment.“
Wenn der 29-Jährige am Samstag, 29. Februar, auf Einladung des Kulturkreises Friesoythe-Bösel-Saterland mit seiner Band Fosterchild in der Wassermühle gastiert, ist das auch eine Rückkehr zu den Wurzeln. „Meine erste Konzerterfahrung habe ich in der Wassermühle gemacht“, erzählt Arends und erinnert sich dabei auch an das 5. Friesoyther Jazztival im Jahr 2005, bei dem er mit der aus Friesoyther und Hamburger Musikern bestehenden Band Funk Drive 21 auftrat.

15 Jahre später hat Arends nicht nur ungezählte Konzerte hinter sich, sondern auch zahlreiche Musikpreise gewonnen. Und diverse CDs eingespielt, zunächst als Schlagzeuger unterschiedlicher Bands, seit 2017 auch unter eigenem Namen. Sein damals erschienenes Album Levitate brachte ihm sogar eine Nominierung für den Echo-Jazz in der Kategorie Newcomer ein.
Den Newcomer-Status allerdings hat Arends inzwischen hinter sich gelassen. Er spielt mit Jazz-Größen wie dem US-Amerikaner Larry Goldings und dem Schweden Nils Landgren, tritt bei Festivals wie dem Jazz Baltica oder dem Jazzfest Bonn auf und hat einen wöchentlichen Lehrauftrag für Jazz-Schlagzeug an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. „Reisen gehört dazu“, sagt er.
Im Mittelpunkt des Friesoyther Konzertes wird die neue Fosterchild-CD „Dear Earthling“ stehen. Das Konzert könne allerdings, so Arends, auch ganz anders werden als das Album. „Unsere Stücke haben Elemente, mit denen wir die Rahmenhandlung abdecken“, erläutert er. Dazwischen sei dann viel Platz für Improvisation. „Es ist streckenweise ganz offen, wer wann spielt oder zurücktritt, um anderen Raum für ein Solo zu lassen“, sagt er. „Für den Zuschauer ist deshalb auch die Kommunikation der Musiker untereinander spannend.“
Die Musik des Quintetts ist, das weiß auch Arends, für den ungeübten Hörer nicht einfach zu erfassen und im Friesoyther Musikangebot eher ungewöhnlich. Das aber gehöre zum modernen Jazz eben dazu: „Wir wollen den Zuhörern nichts anbieten, was ohnehin alle kennen“, betont Arends. „Man muss sich trauen, auch etwas Neues anzubieten.“
Das hat Arends sich auch für die Zukunft vorgenommen. Ein neues Album mit Fosterchild ist in Planung, vor allem aber will er sich in diesem Jahr verstärkt mit Synthesizern beschäftigen. „Da gibt es eine neue Blüte“, sagt er. „Die elektronische Musik ist ein Hobby von mir und ich hoffe, dass ich in diesem Jahr mehr damit und daraus machen kann.“

Karten gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Schepers für 15 Euro und an der Abendkasse für 17 Euro.

Sa, 29. Februar 2020

20:00 Uhr

Kulturzentrum Alte Wassermühle Mühlenverein Friesoythe e. V.
Alte Mühlenstraße 6
26169 Friesoythe
Zur Veranstaltungsstätte

VVK 15 Euro, AK 17 Euro

Veranstalter

Kulturkreis Bösel-Saterland-Friesoythe e. V.

Franziskusplatz 2
26169 Friesoythe
E-Mail: buecherei@stmarienfriesoythe.de
Infotelefon: +49 4491 928916
Zur Website des Veranstalters

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