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Politik und Verwaltung

Experimentierwerkstatt "Ländliche Verbraucherpolitik"

Bürger/innen und regionale Akteure haben die Chance, die ländliche Verbraucherpolitik in Deutschland aktiv mitzugestalten. Jetzt anmelden!

Mehr Informationen und bessere Beratung für Verbraucher im ländlichen Raum: Darum geht es im Projekt „Experimentierwerkstatt Ländliche Verbraucherpolitik“ des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Einer von acht bundesweit durchgeführten Workshops findet im Kreishaus des Landkreises Cloppenburg statt.

Die Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook hat zahlreiche Menschen hart getroffen. Flüge wurden gestrichen, der geplante Urlaub abgesagt – und jetzt folgt noch der Kampf um die bereits bezahlte Reise. Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher entsteht in einer solchen Situation ein hoher Informations- und Beratungsbedarf. Doch wie können Bürgerinnen und Bürger besser informiert und beraten werden?
Dafür hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) das Forschungsvorhaben „Experimentierwerkstatt Ländliche Verbraucherpolitik“ an Prof. Hanna Schramm-Klein und ihr Team vergeben.
Aufgabe im Projekt ist es, gemeinsam mit Bund, Ländern, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ein Handlungskonzept „Ländliche Verbraucherpolitik“ zu erarbeiten, um Empfehlungen für die Verbraucherpolitik der Bundesregierung bereitzustellen. Verbraucherinformations- und Verbraucherberatungsangebote sowie Best-Practice-Modelle für den ländlichen Raum werden erarbeitet, um diese dann zum Beispiel auf kommunaler Ebene nutzbar zu machen oder als Handlungsoption umzusetzen.

Bevorzugen Bürgerinnen und Bürger Informationen durch eine App auf dem Smartphone? Würden sie eine durch künstliche Intelligenz gesteuerte Sprachanwendung zur Beratung nutzen? Ist die persönliche Beratung, zum Beispiel durch einen Berater der Verbraucherzentrale, der Favorit? Welche Möglichkeiten entstehen durch die Digitalisierung, um nicht mehr „vor Ort“, sondern online in den persönlichen Austausch zu treten? Der Untersuchungsschwerpunkt liegt auf bestehenden und zukünftig denkbaren digitalen Angeboten, welche die Verbraucherinformation und Verbraucherberatung unterstützen und nachhaltiger gestalten können.
Im 24-monatigen Projektverlauf werden über das gesamte Bundesgebiet verteilt insgesamt acht Experimentierwerkstätten durchgeführt. Eine Experimentierwerkstatt ist ein Tages-Workshop, bei dem anhand eines wissenschaftlichen Konzeptes eine gemischte Gruppe diskutiert, Lösungsvorschläge erarbeitet, neue digitale Angebote bewertet und eigene Erfahrungen ein-bringt. Diese Gruppe wird zur Hälfte aus lokalen Vertretern der Wirtschaft, aus Verbänden, sozialen Organisationen, Politik, Verwaltung und der Wissenschaft bestehen. Die andere Hälfte bilden Bürgerinnen und Bürger der entsprechenden Region.
Teilnehmende Bürger/innen sollen aus den ländlich geprägten Ortsteilen des Landkreises Cloppenburg kommen. Vertreter aus der Wirtschaft, aus Verbänden, sozialen Organisationen, Politik oder Verwaltung sollen die regionale Struktur und Situation im Landkreis Cloppenburg persönlich beurteilen können.

Selbstverständlich ist für das leibliche Wohl gesorgt. Jeder Teilnehmer erhält als Dankeschön für das Engagement zudem eine kleine Überraschung.
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich, die entweder auf der Website des Unternehmens (www.schramm-klein.com) oder schriftlich und telefonisch bei der Prof. Schramm-Klein GmbH erfolgen kann. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf jeweils zehn Bürger/innen der Region und zehn Vertreter von regionalen Institutionen.

Weitere Informationen zu Prof. Schramm-Klein erhalten Interessierte auf der Website der Universität Siegen (www.marketing.uni-siegen.de).
Informationen zum Unternehmen Prof. Schramm-Klein GmbH sowie zum Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz sind auf den jeweiligen Internetseiten (www.schramm-klein.de und www.bmjv.de) verfügbar.

Fr, 28. Februar 2020

9:00 – 16:30 Uhr