Jüdischer Friedhof

Gedenktafel:

 Die jüdische Gemeinde in Cloppenburg
Am 20. März 1713 stellte der Fürstbischof von Münster dem ersten Juden in Cloppenburg, Jakob Meyer, einen Schutzbrief aus, der ihm das Bleiberecht und Sicherheit gewährte.
Seine Nachkommen waren lange Zeit die einzigen Juden in der Stadt.

Im 19. Jahrhundert - Cloppenburg war seit 1803 oldenburgisch - zog eine Reihe jüdischer Familien zu. Als Andachtsstätte genügte ihnen bis 1846 die Stube eines Gemeindemitglieds und von 1846 - 1866 die sogenannte Pförtnerwohnung am Krapendorfer Tor (Stadtmitte).
Am 5. September 1866 weihte schließlich der Landesrabbiner aus Oldenburg die neue Synagoge nahe dem Krankenhaus ein.

Durch die rechtliche Gleichstellung von 1848 im Großherzogtum Oldenburg wurden die Cloppenburger Juden zu vollwertigen Mitbürgern, die bis zum Ende der Weimarer Republik 1933 weiterhin in die christliche Bevölkerung integriert waren.

Die nationalsozialistische Judengesetzgebung, welche die Juden schrittweise entrechtete, beendete diese günstige Entwicklung. Es waren auch Cloppenburger SA-Leute, die in der Reichspogromnacht vom 9. auf 10. November 1938 die Synagoge niederbrannten. Juden wurden verhaftet und misshandelt, ihre Geschäfte geplündert und jüdische Gräber verwüstet.
Die jüdische Bevölkerung wurde bald enteignet, ihr Besitz "arisiert".

Einigen gelang später die Emigration, andere sind verschollen, wieder andere endeten in Gaskammern. An jene entsetzlichen Vorgänge, aber auch an die lange Zeit des friedlichen Zusammenlebens will diese Gedenkstätte erinnern.

Weitere Informationen

Führungen nach Absprache.

Öffnungszeiten

täglich

Kontakt

Jüdischer Friedhof
Krankenhausstraße/Ritterstraße
49661 Cloppenburg
Region: Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre
Telefon: (0 44 71) 15-2 56

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