Herr Sibbel, welche Themen werden die Politik in Löningen 2025 besonders beschäftigen?
Burkhard Sibbel: Ich möchte hier zunächst die Sanierung und Erweiterung des Rathauses nennen, die Mitte des Jahres beginnt. Dann spielt die Erstellung eines Schulentwicklungskonzepts eine zentrale Rolle, mit dem wir die weitere Entwicklung des schulischen Angebots in Löningen möglichst bedarfsgerecht und zukunftsorientiert weiterentwickeln möchten. Der bedarfsgerechte Ausbau der Ganztagsbetreuung in den Grundschulen in Verbindung mit der Entwicklung der Haupt- und Realschule werden ein Schwerpunkt des aktuellen Jahres darstellen. Ferner stehen die Fertigstellung der Erschließung und Weiterentwicklung des Gewerbegebiets Alte Heerstraße an der B 213 sowie die Erschließung und Entwicklung des Neubaugebietes Böener Esch III auf der Tagesordnung. Letztere Maßnahmen soll helfen, jungen Familien die Möglichkeit des Eigenheimbauens zu eröffnen. Nicht unerwähnt lassen möchte ich den Beschluss und die Umsetzung der ersten Schritte der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Löningen und den Ausbau regenerativer Energien auf kommunalen Gebäuden, d.h. den weiteren Ausbau von Solaranlagen und Batteriespeichern, um die Energie vor Ort erzeugen zu können. Schließlich werden wir uns auch um die Sanierung der städtischen Infrastruktur kümmern. Manche kommunalen Gebäude sind 50 oder 60 Jahre alt und bedürfen einer baulichen und energetischen Sanierung.
Warum besteht hinsichtlich der weiteren Entwicklung Löningens Grund zum Optimismus?
Für die Stadt Löningen wichtige Projekte wie der Neubau der Feuerwehr und des Gebäudes der DRK, der neue zentrale Omnibusbahnhof, das Campusgelände an der Ringstraße oder die Sanierung der Elberger Straße sind bereits abgeschlossen. Oben exemplarisch genannte Projekte haben wir bereits bzw. werden dieses Jahr auf den Weg gebracht. Deshalb befindet sich die weitere Entwicklung der Stadt Löningen auf einem sehr guten Weg. Die Politik ist sich bei uns grundsätzlich einig, dass es keinen Stillstand geben darf, daher werden die Projekte weiter vorangetrieben. Das gelingt, weil die Bürgerinnen und Bürger sich mit ihrer Stadt und ihrer weiteren Entwicklung identifizieren und bereit sind, sich dafür stark zu engagieren und konkret in Projekte einzubringen. Wir haben auf dem Neujahrsempfang der Stadt Löningen unsere Heldinnen und Helden des Alltags für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet und anhand der vielen Vorschläge der Bürger der Stadt Löningen noch einmal feststellen können, wie groß das ehrenamtliche Engagement überhaupt ist. Das stimmt mich persönlich sehr optimistisch für die weitere Entwicklung.
Gibt es Akzente, die Sie persönlich als Bürgermeister 2025 setzen wollen?
Neben dem Vorantreiben der beschriebenen Projekte für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Löningen liegt mir persönlich die Förderung und Stützung des Ehrenamts am Herzen. Ohne das vielfältige und breite Engagement des Ehrenamtes wird es kaum möglich sein, die vor uns liegenden gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern. Die städtischen Vereine leisten viel in Bezug auf die Betreuung von Kindern und Jugendlichen, sie setzen sich für die Integration und Betreuung von Flüchtlingen ein, engagieren sich also kulturell, sportlich und sozial. Im Vordergrund stehen sollte, dass der Zusammenhalt der Bevölkerung in der aktuellen Zeit gestärkt und gefördert wird. Der Fokus muss auf dem Verbindenden statt dem Trennenden liegen. Damit das gelingt, kann und muss ein essentieller Beitrag dafür vom Ehrenamt geleistet werden.