Cloppenburg 2026

Die Stadt verantwortungsvoll modernisieren

02.02.2026

Den Alltag der Menschen, ausgewogene Lösungen und die langfristige positive Entwicklung der Stadt stellt Cloppenburgs Bürgermeister Neidhard Varnhorn auch 2026 ins Zentrum seiner Aktivitäten.

Welche Themen werden die Politik in Cloppenburg 2026 besonders beschäftigen?

2026 wird für Politik und Verwaltung in Cloppenburg von mehreren zentralen Themen geprägt sein, die eines gemeinsam haben: Sie betreffen unmittelbar den Alltag der Menschen und die langfristige Entwicklung unserer Stadt.
Ein Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Frage, wie wir Mobilität, Stadtentwicklung und Lebensqualität sinnvoll miteinander verbinden. Mit dem Mobilitätskonzept haben wir einen strategischen Rahmen geschaffen, den wir nun Schritt für Schritt mit Leben füllen. Dabei geht es um ausgewogene Lösungen für alle Verkehrsteilnehmenden – für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende, den öffentlichen Nahverkehr ebenso wie für den motorisierten Individualverkehr. Besonders intensiv beschäftigen wird uns in diesem Zusammenhang der geplante Neubau des Mobilitätszentrums in Verbindung mit der Entwicklung des Soesteparks. Hier entstehen neben modernen Mobilitätsangeboten auch ein neuer, attraktiver Stadtraum, der Funktionalität und Aufenthaltsqualität verbindet.

Eng damit verknüpft ist die Stärkung unserer Innenstadt. Mithilfe der Förderprogramme „echt.bunt“ und „Cloppenburg blüht auf“ setzen wir gezielt Impulse, um Cloppenburgs Zentrum lebendig, attraktiv und vielseitig zu halten. Die Anschaffung einer mobilen Bühne eröffnet neue Möglichkeiten für Veranstaltungen und Kulturformate. Weitere Maßnahmen wie eine Rollschuhbahn oder neue Solar-Sitzbänke tragen dazu bei, die Innenstadt als Ort der Begegnung, des Aufenthalts und der Bewegung weiterzuentwickeln.

Ein großes Thema ist die Digitalisierung und der Weg Cloppenburgs zur Smart City. Dabei verfolgen wir einen bewusst pragmatischen Ansatz: Digitale Lösungen und Künstliche Intelligenz sollen dort eingesetzt werden, wo sie konkret helfen – im Bürgerservice, in Verwaltungsabläufen, bei der Vernetzung städtischer Angebote. Ziel ist es, Prozesse zu vereinfachen, Ressourcen zu schonen und den Service für die Bürgerinnen und Bürger spürbar zu verbessern, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren.

Auch Stadtentwicklung und Familienfreundlichkeit stehen weit oben auf der politischen Agenda. Dazu gehört etwa die Fertigstellung der neuen Kita an der Kornblumenstraße im Baugebiet „Südlich Freesienstraße/Krapendorfer Kämpe“. Parallel laufen die Vergabe der Bauplätze im ersten Bauabschnitt und die Erschließung weiterer Flächen – ein wichtiger Schritt, um Wohnraum zu schaffen und Cloppenburg als attraktiven Wohnstandort weiterzuentwickeln.

Und 2026 ist auch ein Wahljahr …

Richtig. Die Kommunalwahl im September – inklusive der Bürgermeisterwahl – wird die politische Diskussion prägen. Dabei ist mir besonders wichtig, dass sich möglichst viele Menschen einbringen: als Kandidierende, als Unterstützende oder schlicht durch ihre Stimme. Denn kommunale Politik lebt vom Mitmachen und vom gemeinsamen Gestalten vor Ort.
Ein besonderes Augenmerk gilt zudem der Beteiligung junger Menschen. Im April wird das Jugendparlament neu gewählt – wieder per Onlinewahl. Die Politik begleitet diesen Prozess mit großer Aufmerksamkeit, weil frühe Beteiligung ein wichtiger Baustein für eine lebendige Demokratie ist.

Warum besteht hinsichtlich der weiteren Entwicklung Cloppenburgs Grund zum Optimismus?

Cloppenburg ist eine junge, engagierte und zugleich bodenständige Stadt. Daraus schöpfe ich große Zuversicht für die kommenden Jahre. Wir haben eine starke wirtschaftliche Basis mit leistungsfähigen Unternehmen, einem vielfältigen Mittelstand und vielen Menschen, die Verantwortung übernehmen und Arbeitsplätze sichern. Das gibt Stabilität, auch in Zeiten, in denen die finanziellen Spielräume für Kommunen enger werden.

Gleichzeitig lebt Cloppenburg von seiner Vielfalt und Offenheit. Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen und Lebensentwürfe gestalten diese Stadt gemeinsam. Besonders wertvoll ist dabei das Miteinander der Generationen: Kinder, Jugendliche, Familien und Seniorinnen und Senioren haben hier ihren Platz – und achten aufeinander. Dieses soziale Gefüge ist ein großes Pfund, das man nicht unterschätzen darf.

Ein entscheidender Faktor für den Optimismus ist zudem das starke Ehrenamt. Ob in Vereinen, Initiativen, im sozialen Bereich, im Sport oder in der Kultur: Ohne dieses Engagement wäre vieles nicht möglich. Ehrenamtliche bringen Ideen, Herzblut und Zusammenhalt in unsere Stadt und machen Cloppenburg lebendig.

Auch politisch und gesellschaftlich erleben wir ein konstruktives Miteinander. Trotz unterschiedlicher Meinungen gelingt es uns immer wieder, tragfähige, finanziell machbare und nachhaltige Lösungen zu finden. Als Kreisstadt sind wir insgesamt solide aufgestellt – nicht frei von Herausforderungen, aber mit der Fähigkeit, ihnen gemeinsam zu begegnen. Genau das stimmt mich optimistisch für die weitere Entwicklung Cloppenburgs.

Gibt es Akzente, die Sie persönlich als Bürgermeister 2026 setzen wollen?

Mein Anspruch ist es auch 2026, Bürgermeister für alle Cloppenburgerinnen und Cloppenburger zu sein – nah an den Menschen, ansprechbar und mit klarem Blick für das Machbare. Mir geht es darum, Entwicklungen aktiv zu gestalten und dabei unterschiedliche Interessen fair auszugleichen.

Ein wichtiger persönlicher Akzent ist für mich der Dialog. Große Projekte und Veränderungen gelingen am besten, wenn sie verständlich erklärt werden und möglichst viele Menschen ihre Perspektiven einbringen können. Beteiligung – ob durch Bürgergespräche, das Jugendparlament oder digitale Formate – möchte ich weiter stärken, weil gute Entscheidungen davon profitieren.

Darüber hinaus möchte ich Cloppenburg weiter verantwortungsvoll modernisieren. Digitalisierung und Smart-City-Ansätze sollen den Bürgerservice verbessern, Abläufe vereinfachen und Ressourcen schonen – immer mit Augenmaß und dem Menschen im Mittelpunkt.

Sehr am Herzen liegt mir der gesellschaftliche Zusammenhalt. In Zeiten wachsender Unsicherheit und rauerer Debatten möchte ich als Bürgermeister für Respekt, Verlässlichkeit und Zuversicht stehen. Cloppenburg ist stark, wenn wir gemeinsam handeln – diesen Geist will ich auch 2026 weiter fördern.

Worauf können sich die Bewohnerinnen und Bewohner Cloppenburgs 2026 besonders freuen?

Cloppenburg wird auch 2026 eine lebendige Stadt sein, in der viel passiert und in der Begegnung großgeschrieben wird. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen sich auf ein Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen, kulturellen Angeboten und Aktionen für alle Generationen freuen – vom Kinderfest bis zum Konzert, vom Sportereignis bis zum Cityfest. Diese Vielfalt macht das Leben in unserer Stadt aus.

Ein fester Bestandteil des Jahres ist erneut das Stadtradeln im Mai, bei dem Bewegung, Gemeinschaft und Klimaschutz auf schöne Weise zusammenkommen. Auch darüber hinaus wird sich im Bereich der Stadtmobilität spürbar etwas tun. Die Umsetzung des Mobilitätskonzepts schreitet voran und sorgt für Verbesserungen im Alltag – mit sichereren Wegen, besseren Verknüpfungen der Verkehrsmittel und einer Innenstadt, die lebendig und gut erreichbar bleibt.

Ein wichtiger Zukunftsbaustein ist der Klimaschutz. Cloppenburg verfolgt das klare Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden. Dafür werden erfolgreiche Maßnahmen konsequent weitergeführt: Die Energieberatungs-Kampagne, die 2025 im Ortsteil Galgenmoor sehr gut angenommen wurde, wird auf weitere Stadtbereiche ausgeweitet. Gleichzeitig wird der Aufbau eines Wärmenetzes im Ortsteil Emstekerfeld vorangetrieben. Und auch künftig unterstützen wir Bürgerinnen und Bürger bei konkreten Klimaschutzmaßnahmen.

Ein weiteres Highlight ist der Bau der neuen Stadtbibliothek, den wir mit dem Offizialat Vechta und der Pfarrgemeinde St. Andreas realisieren. Sie wird als moderner Ort des Lernens, der Begegnung und des Austauschs allen Generationen offenstehen.

Insgesamt dürfen sich die Cloppenburgerinnen und Cloppenburger auf eine gute Balance freuen: auf Bewährtes ebenso wie auf neue Ideen und zukunftsweisende Projekte. Diese Mischung aus Beständigkeit und Innovation prägt Cloppenburg – und macht unsere Stadt lebenswert.

Cloppenburg wird auch 2026 eine lebendige Stadt sein, in der viel passiert und in der Begegnung großgeschrieben wird.

Neidhard Varnhorn
Neidhard Varnhorn © Stadt Cloppenburg / Westerkamp

Haben Sie ein persönliches Motto zum neuen Jahr?

Mein Motto für 2026 lautet: Machen!
Denken, planen, diskutieren und rechnen – all das ist wichtig und notwendig. Aber wir dürfen uns nicht im Klein-Klein verlieren, Dinge zerreden oder am Ende nur für Aktenordner arbeiten. Auch wenn diese digital sind. Entscheidend ist, dass aus guten Ideen auch sichtbare Ergebnisse werden. Cloppenburg ist stark, wenn wir gemeinsam anpacken: Politik, Verwaltung, Ehrenamt, Wirtschaft und Bürgerschaft. 2026 soll ein Jahr sein, in dem wir nicht nur über Zukunft reden, sondern sie gestalten. So entsteht Vertrauen – und so gestalten wir Zukunft.