Anpacken statt Abwarten

Wie einem Hotel mit Tradition trotz Krise zu neuem Glanz verholfen wurde

Wenn Hotels wochenlang geschlossen sind, bedeutet das für ihre Betreiber erst einmal Däumchen drehen – oder etwa nicht? Meike Schlömer-Thomann aus Cloppenburg würde bei dieser Behauptung vermutlich energisch den Kopf schütteln.

Wer die 48-Jährige fragt, wie man im Hotel Schlömer die Corona-Zwangspause verbracht hat, erhält prompt eine Antwort, die Hoffnung macht: „Wir haben den gesamten Laden einmal auf links gedreht, damit unsere Gäste es hier in Zukunft noch schöner haben!" Aufgeben? Fehlanzeige. Rezeption und Eingangsbereich des Hotels wurden komplett renoviert, Speiseraum und Saal des hauseigenen Restaurants „Zum Pingel Anton" ebenfalls. Und auch am Erscheinungsbild der Website, die in den nächsten Tagen im neuen Design online geht, wurde in den vergangenen Wochen fleißig gewerkelt.

Am Anfang sei der Shutdown für sie natürlich ein Schlag ins Gesicht gewesen, das gibt die Inhaberin offen zu. „Als ich gehört habe, dass wir auf unbestimmte Zeit schließen müssen, habe ich mich erst einmal in mein Büro gesetzt und eine Runde geheult", berichtet sie rückblickend. Aber für Hoffnungslosigkeit und Kopf-in-den-Sand-Manier war kein Platz.

„Wir haben den gesamten Laden einmal auf links gedreht, damit unsere Gäste es hier in Zukunft noch schöner haben."
Meike Schlömer-Thomann

Weil alle Mitarbeiter sofort in Kurzarbeit geschickt wurden, musste Schlömer-Thomann in den letzten Tagen vor der Hotelschließung selbst ran. Frühstück machen, Zimmerreinigung, An- und Abreise regeln. „Die wenigen Gästen, die wir noch hatten, wollten wir auch bestmöglich betreuen", erzählt sie.

Die familiäre Herzlichkeit ist für viele Stammgäste über die Jahre zum Markenzeichen des Traditionshauses geworden. „Hinzu kommt eine hervorragende Küche, die mein Vater über viele Jahre als Aushängeschild aufgebaut hat", berichtet Schlömer-Thomann, die den alteingesessenen Familienbetrieb im Herzen Cloppenburgs bereits in vierter Generation führt. „All das wollen wir unseren Gästen auch weiterhin bieten. Egal, ob sich in der ersten Zeit für uns rechnet oder nicht."

Eigentlich wären zu dieser Jahreszeit alle 17 Zimmer voll belegt – wochentags von Geschäftsreisenden, am Wochenende zumeist von Kurzurlaubern. Gäste kommen zurzeit jedoch nur wenige, die Buchungszahlen sind spärlich: „Das, was wir für die kommende Woche an Buchungen haben, wäre zu normalen Zeiten sogar für einen einzigen Tag eine magere Auslastung." Umso wichtiger sei es, in dieser schwierigen Zeit die Werbetrommel in Zeitung und sozialen Netzwerken zu rühren, um zumindest einen Teil der Gäste zurückzugewinnen.

Schon im Shutdown wurden jede Menge Pläne geschmiedet. „Wir haben uns für die kommenden Monate besondere Arrangements für Kurzreisen überlegt", berichtet Meike Schlömer-Thomann. „Zum Beispiel mit Fahrradtouren, Grillabenden in unserem schönen Garten, Besuchen im Museumsdorf – unsere Region hat schließlich auch ohne Großveranstaltungen jede Menge zu bieten. Man muss die Gäste nur darauf aufmerksam machen."

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