Bauwirtschaft

Stahlhallen in Perfektion

Autor*in: STEFANIE JANNECK

Seit mehr als 30 Jahren steht die Firma Stahlhallen Janneck GmbH aus Molbergen für Perfektion bis ins Detail. Trotz Coronakrise, immensen Preissteigerungen und der mitunter schwierigen Materialbeschaffung konnte der Betrieb auch im letzten Jahr glänzen. Aus mehr als 50 Großprojekten im letzten Jahr, gab es einige Highlights.

Die Geschäftsführer der Stahlhallen Janneck GmbH, Andreas Raker und Thorsten Bruns (v. l.), sehen gelassen in die Zukunft.   

Eine tragende Rolle spielte die Firma Janneck beim Logistikcenter in Oelde. Aufgrund der Coronalage und der Preissteigerungen wurde hier nur 50 Prozent des Auftrages bearbeitet. Die andere Hälfte wurde zurückgestellt und wird zu einem späteren Zeitpunkt erstellt. Hier wurden mehr als 300 Tonnen Stahl gefertigt und montiert. Die Gesamtfläche von etwa 10.800 Quadratmetern benötigt innerhalb des Bauwerks nur fünf Mittelstützen. Das ist dank rund 45 Fachwerkbindern mit enormen Längen zwischen 15 und 20 Metern und einem gewaltigen Gewicht von jeweils sechs Tonnen möglich. Diese wurden im eigenen Werk durch das gut geschulte Fachpersonal angefertigt und lackiert. Die 300 Tonnen Stahl wurden durch tatkräftige Unterstützung von zwei Transportunternehmen zur 150 Kilometer entfernten Baustelle geliefert. Bereits seit mehreren Jahren kann die Firma Janneck bei Anlieferungen in solchen Dimensionen auf die Hilfe der beiden Transportunternehmen zählen. Auch die Montagehöhe der Fachwerkbinder von 14 Meter konnte durch das geschickte und erfahrene Personal und durch den eigenen Fuhrpark problemlos bewältigt werden.

Blick in die Produktionshalle unseres langjährigen Kunden in Herzlake.   

Mittlerweile umfasst der firmeneigene Fuhrpark mehrere Lkws mit Aufliegern sowie Teleskoplader, Mobilkrane und Gelenkteleskopbühnen, um alle Herausforderungen zu meistern. Anfang 2021 durfte die Firma Janneck zwei neue Teleskoplader ihr Eigen nennen. Trotz der Corona-Maßnahmen bekamen alle Mitarbeiter eine Schulung und Einweisung in die neuen Geräte, um der Vielzahl an Projekten professionell entgegenzutreten. Die Schulungen für neue Arbeitsgeräte und Arbeitsmittel ist den Geschäftsführern Thorsten Bruns und Andreas Raker überaus wichtig. Denn Qualität und Perfektion sind die zwei größten Aushängeschilder der Firma Janneck.

Beim bislang größten Einzelauftrag ging es hoch hinaus. In Herzlake durfte die Firma Janneck wieder ein Bauvorhaben der Firma Brüggen realisieren. Seit bereits 23 Jahren arbeiten die beiden Unternehmen zusammen, was für eine qualitativ hochwertige Arbeit spricht. Bei der neuen Produktionshalle besticht die Grundfläche von 180 x 75 Metern, der dazugehörige Containerpuffer ließ die Monteure der Stahlhallen Janneck GmbH bei einer Traufenhöhe von 21 Meter Höhenluft schnuppern. Der Gebäudekomplex wurde mit über 11.000 Quadratmetern Stahltrapezblechen eingedeckt, die zum Teil eine Länge von 13,50 Meter aufwiesen. Für die Verlegung dieser langen Bleche greift die Firma Janneck auf die betriebseigenen Vakuum-Hebegeräte zurück, um den Arbeitsalltag zu erleichtern und um das Material zu schonen. Das Besondere an dem Projekt: Die Monteure brachen sämtliche Rekorde. Innerhalb von drei Monaten war die Produktionshalle komplett fertiggestellt, einschließlich der Dacheindeckung, der Lichtbänder und der Wandverkleidung. 

Ein weiterer Stammkunde konnte sich über das bereits fünfte Projekt freuen, welches 2021 in Bad Harzburg fertiggestellt wurde. Beim aktuellen Projekt einer 90 Meter langen und 12,50 Meter hohen Lagerhalle handelt es sich um den dritten Bauabschnitt. Der erste Bauabschnitt wurde 2016 erstellt. Durch das versierte Fachpersonal wurden selbstverständlich auch für diese Bauabschnitte statische Berechnungen durch den eigenen Statiker sowie die Fertigungs- und Montagezeichnungen durch die eigenen Konstrukteure erstellt. Somit ist die Stahlhallen Janneck GmbH auch bei komplexen Stahlbauten immer einen Schritt voraus. Durch neue und aktuelle Software ist der Betrieb immer auf dem neuesten Stand und geht große Schritte Richtung Digitalisierung.

Das Logistikcenter in Oelde von oben.   
Das fünfte Projekt in Bad Harzburg in der Endphase.   

Auch wenn die Digitalisierung in den letzten Jahren ein großes Thema geworden ist, bleibt vor allem die Sicherheit der Angestellten in allen Bereichen der Firma Janneck eine der wichtigsten Säulen. Stolz kann Stahlhallen Janneck auf das Gütesiegel „Sicher-mit-System" der Berufsgenossenschaft sein. Seit nunmehr zehn Jahren ohne Unterbrechung hat der Betrieb immer herausragend die wiederkehrenden Prüfungen bestanden. Die Sicherheit der Mitarbeiter liegt der Geschäftsleitung sehr am Herzen. Denn sie wissen genau, ohne das herausragende Personal könnten sie den Umfang der Großprojekte nicht stemmen. Die Geschäftsführung scheut weder Kosten noch Mühe und setzt alle Hebel in Bewegung, um den größtmöglichen Schutz der Angestellten zu ermöglichen. Das fängt bei der Auswahl an qualitativ hochwertigen Schutzausrüstungen an und geht bis hin zu regelmäßigen Lehrgängen und Weiterbildungen in Sachen Sicherheit. Im Betrieb werden nicht nur Ersthelfer extern ausgebildet. Während der Coronapandemie wurde sogar eigenes Personal in der Anwendung und Durchführung der Antigen-Schnelltests fortgebildet. Damit konnte der Betrieb intern auf Sars-CoV-2 testen, um schnellstmöglich im Falle einer Ausbreitung auf das Virus zu reagieren. Nicht nur in den Bereichen Fertigung und Montage wird in den Arbeitsschutz investiert. Auch in der Verwaltung werden die Arbeitsplätze ergonomisch und effizient gestaltet.

Aber nicht nur die Sicherheit spielt eine große Rolle, sondern in der heutigen Zeit besonders auch die Professionalität. Neben dem Gütesiegel der Berufsgenossenschaft, das für die Sicherheit der Mitarbeiter steht, steht die Zertifizierung nach DIN EN 1090 für unsere Perfektion. Egal, ob Verwaltung, Fertigung oder Montage, in jedem Bereich auf dem neuesten Stand der Technik arbeiten die Mitarbeiter Hand in Hand. Das zeugt zusätzlich von einem guten Betriebsklima. Auch wenn die Projekte teils mit viel Zeitdruck einhergehen, macht die Arbeit trotzdem immer Freude. Die verschiedenen Kolonnen sind eingespielte Teams, die jede Herausforderung gerne annehmen. Mit den verschiedenen Zertifizierungen tauchen auch zusätzliche Arbeitsschritte auf, die mehr oder weniger viel Zeit in Anspruch nehmen. Was in der Verwaltung zum Arbeitsalltag gehört, ist für die Monteure und Metallbauer immer wieder eine Herausforderung. Doch gerade der Stolz, den auch die Mitarbeiter beim Erreichen der Zertifizierungen erfüllt, spornt an, die Dokumentation auf den Baustellen weiterzuführen.

Unter den Vorarbeitern der Firma Janneck ist auch hier die Vielfalt erkennbar. Der jüngste Vorarbeiter im Alter von 31 Jahren lernt gerne die Kniffe und Tricks der Vorarbeiter, die mit ihren teilweise 28 Jahren Betriebszugehörigkeit bereits zu den erfahrensten Mitarbeitern zählen. Durch die gute Zusammenarbeit der Kolonnen können die jüngeren Mitarbeiter viel von den alten Hasen lernen und so vom Hilfsarbeiter zum Vorarbeiter aufsteigen. Nicht nur im Bereich Montage wird viel dazugelernt, sondern auch in der Fertigung. Regelmäßige Lehrgänge stehen an der Tagesordnung, damit das Ziel der Perfektion für den Betrieb greifbar bleibt. So sind die Schweißer und Hefter der Firma Janneck genauso Stolz auf ihre gefertigten Stahlbauteile wie auch die Monteure, die sich die fertiggestellten Bauvorhaben vor Ort anschauen können. Für alle anderen postet die Verwaltung im Betrieb die aktuellen Projekte in verschiedenen Bauphasen auf unterschiedlichen Social-Media-Kanälen sowie auf der eigenen Homepage.

Durch die einwandfreie Zusammenarbeit mit festen Subunternehmern ist es der Stahlhallen Janneck GmbH möglich, schlüsselfertige Projekte anzubieten. Von den Erdarbeiten über die Elektroinstallation bis hin zu abgehängten Decken stellte die Firma Janneck eine Produktionshalle mit Sozialräumen in Sulingen her. Das Großprojekt mit acht verschiedenen Unternehmen unter einen Hut zu bekommen, war eine logistische Meisterleistung. Die fristgerechte Einhaltung des Zeitplans konnte trotz des hohen Arbeitsaufkommens eingehalten werden. Die gute Zusammenarbeit der unterschiedlich beteiligten Unternehmen konnte erfolgreich koordiniert werden und verlief einwandfrei, sodass die Produktionshalle in einer erstaunlich kurzen Bauzeit in Betrieb genommen werden konnte. Bis ins Detail übernahm die Firma Janneck die tragende Rolle des Großprojekts, denn zusätzlich zu den Arbeiten auf der Baustelle, gehörten auch die Ingenieurleistungen zum Auftrag. Auch da konnte der Betrieb aufgrund der mittlerweile 30 Jahre Erfahrung auf kompetente Geschäftspartner zählen, die Baugenehmigungen, Brandschutzkonzepte und Bodengutachten erstellt haben.

Doch nicht nur innerhalb Deutschlands ist die Firma Janneck aktiv. Ein 40 Meter hohes Mischfutterwerk machte sich in Einzelteilen in Containern verpackt auf den Weg nach Libyen. Das Projekt benötigte elf Überseecontainer, um komplett verstaut zu werden. Auch hier erfolgten die Fertigung und die Verladung im eigenen Werk mit dem eigenen Personal. Die Leitung der Fertigung hat die termingerechte Abholung und Lieferung der Überseecontainer genau getaktet, damit keine Verzögerungen entstehen konnten. 

Thorsten Bruns und Andreas Raker sehen positiv in die Zukunft. Schon mehrere große Projekte warten auf den Startschuss. Bereits Ende 2021 startet der nächste Großauftrag, der die bereits genannten Projekte um ein Vielfaches übersteigt. Denn nicht nur in  Norddeutschland übernimmt Stahlhallen Janneck GmbH die tragende Rolle bis ins Detail. Auch in ganz Deutschland brauchen Visionen Planung mit Stahl.

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