Bauwirtschaft

Ausblick und viel Weitblick

Autor*in: WIEBKE LITSCHKE

Um Weitblick zu bekommen, darf die Sicht nicht eingeschränkt sein. Was wie ein chinesisches Sprichwort klingt, ist nichts anderes als das inoffizielle Leistungsversprechen von ip-company. Das Visbeker Tochterunternehmen von Schmidt Visbek bietet einzigartige und designprämierte Fensterlösungen mit Bauhöhen von bis zu 300 Zentimeter bei extrem schmalen Ansichtsbreiten.

Außenansicht der neuen Ausstellung mit runden Ganzglasecken bei Nacht.   

Trend: Glas, Glas, Glas. Moderne Häuser und Gebäude schaffen ein ganz neues Raumgefühl durch raumhohe Verglasungen, die den freien Blick nach außen öffnen. Doch um genug Stabilität und Sicherheit bei großen und hohen Fenstern mit gleichzeitig äußerst schmalen Rahmenbreiten zu erhalten, braucht es neue, innovative Lösungen. Lösungen, die die ip-company bietet.

Das Unternehmen wurde 2003 aus der Idee heraus geboren, eine für den Fahrzeugbau entwickelte Verklebetechnik auf die Produktion von Fenstern zu übertragen. Das Ergebnis ist einzigartig: Extrem kantige Rahmen mit einem durchgängigen Radius von etwa einem Millimeter unterstreichen wirkungsvoll das schlanke, reduzierte ip-design. Durch diese schraubenlosen Verbindungen entstehen intelligente, großzügige Gesamtlösungen für die konsequente Umsetzung von architektonischen Konzepten ohne Grenzen und ein ganz neues Raumerlebnis. Das ist nicht nur funktionell, sondern sieht auch noch gut aus.

Prämierter Durchblick

Und zwar so gut, dass die Fensterhersteller aus dem Oldenburger Münsterland schon unterschiedliche internationale Auszeichnungen und Designpreise abräumen konnten. Unter anderem würdigten der Red Dot Award und der German Design Award den hohen Designanspruch und die herausragenden Kreativleistungen von ip-company. Zuletzt erhielt das Erfolgsmodell „french-balcony" eine „Lobende Erwähnung" von der Jury des German Design Awards. Die integrierte Absturzsicherung vereint maximale Sicherheit mit stilvoller Optik.

Durch das durchdachte, intelligente Design der gläsernen Balustrade bleibt die Fassade einheitlich und plan, sowie der freie Blick nach draußen uneingeschränkt erhalten. Für diese unauffällige Lösung eines Absturzschutzes wird eine Glasscheibe in einer zusätzlichen Nut einer Führungsschiene bündig in die Ebene der äußeren Isolierverglasung eingelassen. Dadurch werden keine weiteren Befestigungspunkte an der Fassade benötigt, sodass die Optik clean und reduziert bleibt.

Der neuste Geniestreich aus dem Hause ip-company ist eine Integralschiebetür mit Absturzsicherung. Für den Einsatz bei mehrgeschossigen Gebäuden hat der Fensterprofi Schiebetüren mit der mehrfach ausgezeichneten Glasabsturzsicherungen intelligent kombiniert. Flächenbündig in das Profil der Schiebetür integriert, wird ein ungehinderter Blick nach außen gewährleistet. Diese elegante Lösung fügt sich optimal in jede Architektur ein.

Innenansicht der neuen Ausstellung: Besprechungstisch.   
Innenansicht der neuen Ausstellung: Loungebereich und Empfang.   

Starker Mix

Zum prämierten ip-Design gehört auch die kontrastreiche Kombination aus innen Holz und außen Aluminium. „Holz ist unsere Leidenschaft und Eiche unsere ganz große Liebe", erklärt Burkhard Bramlage, Verantwortlicher für Technik und Entwicklung bei ip-company. „Seit Jahrzehnten schenken wir diesem Werkstoff unsere ganz besondere Aufmerksamkeit." Kaum ein anderes Holz ist so natürlich anmutend, unaufgeregt elegant und extrem widerstandsfähig wie von diesem beliebten Laubbaum. Aus diesem Verständnis heraus geht ip-company mit dieser wertvollen Ressource besonders schonend um. Von Hand werden bei der Produktion hochwertige Wachse und Öle in die Holzstruktur eingearbeitet, sodass der einzigartige und exklusive Charakter des Naturproduktes perfekt zur Geltung kommt. Sämtliche Zwischenlagen sind aus Funktionshölzern wie Fichte oder Kiefer gefertigt.

Im starken Mix mit hochwertigen Aluminiumoberflächen geht die Eiche eine spannende und sehr werthaltige Symbiose ein. Natur trifft auf Stärke, Wärme auf kühles Understatement. Innovative Beschichtungen sorgen im Außenbereich für den perfekten Schutz und für eine dezente Optik. Der Look ist bewusst minimalistisch und zeitlos. Einfach ein perfekter Rahmen für schönste Ausblicke, ohne das Blickfeld zu beeinflussen oder einzuschränken.

Nach dem Start mit dem Erfolgsfenster ip55 im Jahr 2003 forderte die positive Resonanz die Fensterbauer heraus, diese Idee weiterzuentwickeln. Heute umfasst das Portfolio der Visbeker Fenster, Haustüren, großformatige Fassadenelemente, Schiebetüren, Schiebefenster und Ganzglasecken im bewährt kantigen, schmalen und eleganten Design. In Kombination mit den vielen überzeugenden ip-details wie Absturzsicherungen, Fensterbänken, sowie Laibungsprofilen mit und ohne Sonnenschutz lassen sich viele individuelle Lösungen realisieren. Das Unternehmen präsentiert ein schlüssiges Gesamtkonzept, das Architekten und Bauherren europaweit mit seiner konsequent reduzierten Optik begeistert.

In Handarbeit werden Wachse und Öle in die Struktur des Holzes eingearbeitet.   

Tradition trifft Innovation

Als unabhängiges Tochterunternehmen teilt sich ip-company nicht nur die über 15.000 Quadratmeter große Produktionsfläche mit Schmidt Visbek. Sie profitieren vom Wissen des Familienbetriebes aus über 75 Jahren. 1945 wurde Schmidt Visbek bereits gegründet und wird nun in dritter Generation von Ulrich Schmidt geführt. Die Leidenschaft für natürliche Holzoberflächen, reduziertes Design, handwerkliche Perfektion in allen Details verbindet beide Unternehmen. Hier gilt das Maxim: „Tradition treibt uns nach vorn", sagen sowohl Ulrich Schmidt als auch Burkhard Bramlage. „Offen für Neues – aus dieser Tradition heraus erfinden wir uns seit Generationen immer wieder neu, entwickeln uns weiter und wachsen an neuen Herausforderungen." Tradition und Innovation sind zwei starke Größen, die gegensätzlicher nicht sein können. Doch anstatt sich zu widersprechen, sind sie gleichberechtigte Faktoren für den Unternehmenserfolg.

Die Produktion in Visbek ist topmodern und in vielen Bereichen automatisiert. Diese veränderten Abläufe schenkten ip-company und Schmidt Visbek neue Freiräume, um zu handwerklicher Tradition zurückzufinden. Statt jeden einzelnen Schritt von Hand zu machen, übernehmen Maschinen quasi „die Vorarbeit" und garantieren die Fertigstellung von Produkten in großer Stückzahl bei höchster Präzision. Die Feinarbeiten hingegen können so per Hand erledigt werden. Dabei konzentriert sich das Familienunternehmen besonders auf die hochwertigen Holzoberflächen. Unter Beachtung traditioneller Verfahren wird in den Werkstätten geölt und geseift. Schritt für Schritt wird die Farbe mit dem Pinsel sorgfältig auftragen und anschließend mit einem Tuch fein säuberlich in die Holzstruktur eingearbeitet. Mögliche sind verschiedene Farben, Lacke und Lasuren, die sich geschmackvoll in die Architektur einfügen und gleichzeitig die individuelle, natürliche Maserung des Holzes erhalten.

Produkte erleben

Die Ergebnisse dieser Qualitätsarbeit von Meisterhand können sich Architekten, Planer und private Häuslebauer auf rund 300 Quadratmeter Ausstellungsfläche anschauen, die 2018 auf Basis erster Entwürfe von Johannes Schewe, Dinklage, in Zusammenarbeit mit dem Wiener Architekten Christian Prasser komplett neugestaltet wurden. Modernes Ausstellungsdesign, ein Auditorium, ein exklusiver Loungebereich, digitale Präsentationsmodule, abtrennbare Arbeitsbereiche und ein fast sechs Meter langer Besprechungstisch bieten viel Raum für Gespräche, Workshops und die Präsentation der Produkthighlights. Hier ist alles ausgestellt, was das ip-Portfolio hergibt: klassische Loftfenster, moderne Ganzglasecken und großformatige Hebeschiebetüren in direkter Nachbarschaft zu Produkthighlights wie Schiebefenstern, Haustüranlagen, Glasabsturzsicherungen, barrierefreier Bodenschwellen und historischen Elementen aus den Gründerjahren. „Wir wollen unsere Besucher mit in unsere Welt aus Tradition und Moderne nehmen und zeigen ihnen live und in Farbe, wie wir beides zur perfekten Lösung verbinden", erklärt Ulrich Schmidt das Ausstellungskonzept. So lassen sich Seminare, Workshops, Veranstaltungen und Termine problemlos mit dem Besuch der Ausstellung und der Besichtigung der Produktionshallen verbinden. Für den Erfolg des Ausstellungsdesign spricht auch die weitere Auszeichnung durch den German Design Award im Jahr 2020. In der Begründung hebt die Jury die gerundeten Ecken, die großen Glasflächen und das leichte, lichtdurchflutete und freundliche Design hervor.

ip Integralschiebetür mit Glasabsturzsicherung „French Balcony“.   

Mit Durchblick und Weitblick

Ein Umfeld, in dem es sich gut arbeiten lässt. Bei ip-company erwartet die über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein sicherer, zukunftsorientierter und besonders familienfreundlicher Arbeitsplatz. Die gemeinsame Leidenschaft für den Werkstoff Holz und die zukunftsweisende Faszination für technische Innovationen verbindet hier alle.

Viele haben das Unternehmen und seine erfolgreiche Entwicklung mit Loyalität und Einsatzbereitschaft über Generationen aktiv mitgestaltet und geprägt. Die langjährige Mitarbeit sichert den konstanten und nachhaltigen Wissenstransfer und macht den Nachwuchs stark für die Zukunft. Bei ip-company trifft meisterhafte Oberflächenveredelung auf modernste CNC-Technologie. Was seinen Ursprung in der Natur hat, führt das Unternehmen gemeinsam weiter und realisiert anspruchsvolle und exklusive Lösungen im Fenster- und Haustürenbau. Neue Talente bekommen sowohl bei ip-company als auch Schmidt Visbek neben einem freundlichen und modernen Arbeitsumfeld individuelle Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten geboten. Schon viele sind hier den Weg vom Tischler zum Architektenberater, Holztechniker oder Ingenieur gegangen.

So schafft ip-company als ein Unternehmen, das mit seinen innovativen Fenster- und Türsystemen für Durch- und Ausblick sorgt, den Weitblick für eine gesicherte Zukunft und stabile Arbeitsplätze für Menschen aus der ganzen Region.

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