Bauwirtschaft

Revolutionäre des Bauwesens

Autor*in: Petra Hellmann

Konzipieren, gestalten und bauen – seit 40 Jahren planen und realisieren HAGEN & HAGEN gewerbliche und private Bauvorhaben in Cloppenburg und weit über die Region hinaus. Mit digitalisierten Planungsprozessen sind sie technologisch auf dem neuesten Stand und bieten so kostengünstige und energieeffiziente Lösungen an.

Mit Entwurfsstärke und vor allem viel Leidenschaft setzen sich die Experten von HAGEN & HAGEN mit komplexen und individuellen Fragestellungen moderner Architektur auseinander.

„Durch die jahrelange Verantwortung bei der Umsetzung zahlreicher unterschiedlicher Bauprojekte haben wir viel Erfahrung im Bereich der Planung und Ausführung", stellt Andreas Hagen fest und erläutert: „Zahlreiche Bauvorhaben der öffentlichen Hand wie Kindertagesstätten, Schulen oder Rathäuser, Gebäude des Gesundheitswesens, gewerbliche Objekte, Produktionsstätten, Hallen, Handelsbetriebe, Nahversorgungsmärkte und Einkaufscenter, Hotel- und Gastronomiebauten aber auch private Wohnhäuser wurden schon von uns realisiert." Die umfassende Kompetenz und zukunftsweisende Lösungen in allen Phasen des Bauvorhabens sind für den diplomierten Bauingenieur und Architekten Anspruch und Ansporn zugleich. Mit der Digitalisierung der Planungsprozesse stellt er sich mit seinem Vater, Heinz Hagen, und dem gemeinsamen Team einer neuen Herausforderung.

Ein kreatives Team

Das Architekturbüro Heinz Hagen wurde bereits 1983 gegründet und wird seit 2003 von Architekt Heinz Hagen und Dipl.-Dipl.-Ing. Andreas Hagen als HAGEN & HAGEN Architektur-und Ingenieurbüro GmbH in Cloppenburg geführt. Fünf fest angestellte Architekten bzw. Dipl.-Ingenieure, drei Bauzeichner, eine Fachkraft für Buchhaltung und Sekretariat sowie mehrere freie Mitarbeiter gehören ebenso zum Team wie die zwei Auszubildenden, die hier den Beruf des Bauzeichners erlernen.

Bereits seit 1991 ist das Architekturbüro auch mit einer Außenstelle im Ostseebad Sellin vertreten.

Starke Kontraste

In dem idyllischen Ostseebad auf der Insel Rügen zeichnete Heinz Hagen unter anderem für den Neubau des direkt an der Küste gelegenen „Hotel Bernstein" verantwortlich. Mit ihrem zeitlos-eleganten Ambiente steht die Anlage ebenso wie das ,,Hotel Hanseatic" im Ostseebad Göhren in starkem Kontrast zum „Zentrum Zukunft" im Ecopark in Emstek, das auch von HAGEN & HAGEN entworfen und gebaut wurde. Das Schulungs- und Konferenzzentrum überrascht mit einer ausgefallenen Fassade aus Edelstahldrahtgewebe, lichtdurchfluteten Räumen und zukunftsorientierter Technik.

„Diese beiden Gebäude sind quasi die Eckpunkte unserer kreativen Schaffenskraft, repräsentieren die Bandbreite unserer Leistungsfähigkeit. Denn eine einheitliche Architektur gibt es bei uns nicht. Sie wird von der Funktion des jeweiligen Projektes bestimmt, aus ihr heraus entwickeln wir individuelle Konzepte." Zahlreiche Gebäude wie der Neubau eines Büro- und Sozialgebäudes in Bad Zwischenahn, des EWE Forschungszentrums „Next Energy (heute: DLR)" in Oldenburg, einer Mehrzwecksporthalle in Göhren oder der eines Gartencenters in Cloppenburg sind mit ihrer gelungenen Allianz aus Funktionalität und Design beste Beispiele.

Auch im Bereich der Sanierung von Altbauten überzeugt das Unternehmen. Mit sensiblem Blick auf die historischen Details sanierten sie unter anderem die Fassade des traditionsreichen Amtsgerichts Cloppenburg und bauten ebenfalls in Cloppenburg ein denkmalgeschütztes Geschäftshaus zu einer Apotheke um.

Virtuelle Gebäudemodelle sind wesentlicher Teil des von Dipl.-Ing. Andreas Hagen (links) und seinem Vater Architekt Heinz Hagen zunehmend umgesetzten „Building Information Modeling (BIM)".

Traditionelles Handwerk und digitale Techniken

Mit Entwurfsstärke, einem sicheren Gespür für die Umgebung und vor allem viel Leidenschaft setzen sich die Experten mit komplexen und individuellen Fragestellungen moderner Architektur auseinander, schaffen anspruchsvolle Lebens- und Arbeitsräume, die durch die perfekte Kombination aus Form, Funktion, Farbe, Material und Licht überzeugen. Daneben spielen soziale Kriterien eine ebenso zentrale Rolle wie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

„Bedürfnisse und Vorstellungen unserer Kunden stehen im Zentrum unserer Arbeit. Wir planen mit dem Bauherrn das Bauvorhaben, unterbreiten Vorschläge, verbessern und entscheiden gemeinsam, bis die beste Lösung gefunden ist. Nur eine umfassende Kommunikation zwischen allen Beteiligten gewährleistet einen Informationsstand, der eine transparente und risikolose Projektabwicklung garantiert", betont Heinz Hagen.

Vor allem im Entwurf sind digitale Methoden ein unverzichtbares Werkzeug: „Neben der handgefertigten Skizze nutzen wir das gesamte Repertoire an Gestaltungswerkzeugen. Der Wechsel zwischen traditionellem Handwerk und den neuesten digitalen Techniken ist uns wichtig, um Ideen optimal prüfen zu können." Hier geht es in erster Linie vor allem um die Beurteilung der räumlichen Wirkung und Gestaltung: Durch computeranimierte 3-D-Modelle erwachen grafische Zeichnungen zum Leben, werden Räume begehbar und Fassaden erhalten realitätsgetreue Strukturen.

gelungene Projekte: Mit gelungener Allianz aus Funktionalität und Design präsentiert sich das Autohaus in Cloppenburg (links).

Im modern gestalteten Erweiterungsbau des Seniorenzentrums St. Margareta in Emstek fühlen sich die Bewohner wohl (rechts).

Mit BIM in die Zukunft

Die virtuellen Gebäudemodelle sind wesentlicher Teil des bei Hagen & Hagen zunehmend umgesetzten „Building Information Modeling (BIM)". Der auch in der deutschen Übersetzung sperrige Begriff der Bauwerksdatenmodellierung steht für die per entsprechender Software vernetzte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden. Dabei werden alle relevanten Bauwerksdaten von Elektrokabeln, Heizungs- und Lüftungsleitungen, der Tragstruktur bis hin zu Materialmengen und Kosten digital erfasst und miteinander kombiniert. Dies verursacht einen erheblich geringeren Koordinierungs- und Arbeitsaufwand aller am Projekt beteiligten Fachleute.

Durch die kontinuierlich erweiterte Datenbank wird die Effizienz des gesamten Bauprozesses erheblich gesteigert: „Da alle eingegebenen Daten miteinander verknüpft sind, reduzieren sich letztlich der Arbeitsaufwand und damit auch die Kosten", weist Andreas Hagen auf die Vorteile der neuartigen Methode hin und erklärt: „Wenn wir beispielsweise im Grundriss die Zahl der Türen im virtuellen Gebäudemodell ändern, werden durch entsprechende Verknüpfungen automatisch die Türliste und die Kostenermittlung generiert. Das ist für alle Projektbeteiligte sofort sichtbar und der Datenaustausch einzelner Planungsstände innerhalb des Projektteams entfällt damit."

Die papierlose Baustelle ist allerdings noch eine Vision. Das „Füttern" der Datenbank mit einer Vielzahl an Daten sorgt zwar für detaillierte Modelle und zahlreiche Informationen – sie werden zurzeit aber noch viel zu wenig auf der Baustelle genutzt: „Leider werden für das Geschehen vor Ort zumeist noch ganz normale Pläne und Zeichnungen auf die Baustelle geliefert, obwohl alle relevanten Daten digital vorliegen. Aber wir sind uns sicher, dass sich das in naher Zukunft ändern wird."

Revolution im Bauwesen

Besonderen Mehrwert liefert der umfassende Datenpool für ein ef"zientes Gebäudemanagement (Facility Management). Die Sammlung von Informationen zu Bauteilen, Systemen, Materialien, zu Produkteigenschaften und Wartungsintervallen ist der Schlüssel für den optimalen Betrieb: „Die Folgekosten nach der Bauübergabe können damit erheblich gesenkt werden," ist sich Andreas Hagen sicher und ergänzt: „Der Einzug der Digitalisierung wird mit mehr Nachhaltigkeit, Kostentransparenz und Kostenreduzierung das Bauwesen revolutionieren."

weitere Projekte: Das Schulungs- und Konferenzzentrum im Ecopark in Emstek überzeugt mit einer ausgefallenen Fassade aus Edelstahldrahtgewebe (links). 

Im idyllischen Ostseebad Sellin zeichnete Heinz Hagen nach der Wende für den Neubau des an der Küste gelegenen Hotels "Bernstein" verantwortlich (rechts). 

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