„Freihandel muss Leitbild bleiben“

In der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes Oldenburg plädierte der Vorsitzende Jörg Waskönig für ein Festhalten an den Prinzipien des Freihandels.

Veröffentlicht: 14. Mai 2018

Oldenburg. Export funktioniere am besten dann, wenn ihm möglichst wenig Beschränkungen auferlegt seien. Darauf verwies Jörg Waskönig, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Oldenburg, in der diesjährigen Mitgliederversammlung des Verbandes am vergangenen Donnerstag in der Weser-Ems-Halle Oldenburg. „Wir sollten darauf achten, diese unternehmerische Überzeugung weiterzutragen und zu stützen“, sagte er.

Nicht erst seit Donald Trump zweifelten auch viele Deutsche an den Vorteilen der Globalisierung. Nach dem Motto „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“, wollten sie zwar die Vorteile des Welthandels aber auch mehr Schutz vor seinen negativen Nebenwirkungen, erklärte der Vorsitzende.

Arbeitsplätze und Standorte stünden vielfach im internationalen Vergleich und Wettbewerb. Das sei so und das sei manchmal sicher auch unangenehm. Aber: Unterm Strich sei der Schutz der eigenen Wirtschaft durch Zölle und Handelsbeschränkungen ein Trugschluss. „Protektionismus lähmt in letzter Konsequenz Wirtschaft und Wachstum. Unser Leitbild muss der Freihandel bleiben“, sagte Jörg Waskönig.

Jörg Waskönig legte dar, dass die Wirtschaft im Nordwesten zurzeit gut laufe. Er warnte aber eindringlich: „Die Auslöser für einen späteren Abschwung werden im Aufschwung gelegt. Die Atempause, die die internationalen Zentralbanken der Politik verschafft haben, wurde von der Politik nicht genutzt“, so Waskönig, der weiter ausführte: Politiker überböten sich mit Wählergeschenken für Rentner, Heimatminister schlössen exorbitante Tarifergebnisse ab und Niedersachsen arbeite ab diesem Jahr einen Tag weniger.

Weitere Informationen zum Arbeitgeberverband Oldenburg: www.agv-oldenburg.de