Informationen aus erster Hand für die regionale Touristik

Cloppenburg. 75 Vertreter der regionalen Tourismusverbände und touristischen Leistungsträger nutzten die Gelegenheit, sich am Mittwochabend im Kreishaus Cloppenburg aus erster Hand über das neue Tourismusmarketing des Verbundes Oldenburger Münsterland und der regionalen Erholungsgebiete zu informieren. Geschäftsführer Boris Niemann von der Agentur Stockwerk2 und Geschäftsführer Claus Spitzer-Ewersmann von der Agentur Mediavanti stellten Planung und Umsetzung der neuen Dachmarkenstrategie ausführlich vor, zeigten Möglichkeiten zur Mitwirkung auf und beantworteten die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Am 6. September folgt eine weitere Informationsveranstaltung im Kreishaus Vechta für die Partnerunternehmen des Verbundes und die regionalen Wirtschaftsverbände.

In seiner Begrüßungsansprache betonte Verbundpräsident Johann Wimberg die große Bedeutung des Tourismus für die angestrebte Zielsetzung, „die Bekanntheit des Oldenburger Münsterlandes deutlich zu steigern und sein Bild in der Öffentlichkeit entscheidend zu verbessern“: „Nichts ist besser geeignet, uns ein Bild von einem Land oder einer Region zu machen, als ein touristischer Aufenthalt. Persönliche Erfahrungen relativieren erfahrungsgemäß so manche Schlagzeile!“ Wie die touristische Entwicklung zeige, habe sich der regionale Tourismus zu einem dynamischen regionalen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Touristische Investitionen verbesserten außerdem die Lebensqualität der Einheimischen. Unter Hinweis auf die deutlich höheren regionalen Übernachtungszahlen in den Ferienmonaten Juli und August stellte er klar: „Auch wenn wir immer noch eine vergleichsweise kleine Ferienregion sind – wir sind eine Ferienregion!“

Im Anschluss verwies Stockwerk2-Geschäftsführer Boris Niemann auf eine der zentralen Erkenntnisse der von Prof. Dr. Torsten Kirstges erarbeiteten Bekanntheits-, Image- und Markenstudie für das Oldenburger Münsterland: „Das Image einer Region hat einen Einfluss darauf, ob Menschen gerne in ihr leben und arbeiten möchten.“ Wenn also dem akuten Fachkräftemangel begegnet werden solle, müsse gerade angesichts des Wettbewerbs der Städte und Gemeinden an der Reputation des OM gefeilt werden. Dazu, so Niemann, seien viele Maßnahmen erforderlich. Mit dem neuen Logo und dem dazugehörigen Claim („Viel grün. Viel drauf.“) sei ein Anfang gemacht, aber das allein reiche nicht. „Wir müssen die Menschen von den Vorzügen und den Besonderheiten der Region überzeugen und sie dabei auf zeitgemäße Weise ansprechen.“ Also informierend, beratend und unterhaltend, dafür weniger aufdringlich werbend.

Für die zurzeit entstehenden neuen Online- und Printmedien befinde man sich gezielt auf der Suche nach Themen mit Überraschungspotenzial, ergänzte der Journalist und Medienmanager Claus Spitzer-Ewersmann von der Agentur Mediavanti: „Wir wollen den Blick auf die vielfach eher unbekannten Seiten des Oldenburger Münsterlandes lenken.“ Die Region sei etwa großartig für Rad- und Reitfreunde, habe kulinarisch und für Familien mit kleinen Kindern viel zu bieten und überzeuge mit fünf abwechslungsreichen Erholungsgebieten. „Das sind Trümpfe, die man ausspielen muss.“

Boris Niemann kündigte an, dass ein erster Teil der neuen Online-Präsenz Ende September freigeschaltet werde. Weitere Bereiche folgen wie geplant im Laufe des nächsten Jahres. Parallel rücke die Produktion verschiedener Magazine in den Mittelpunkt. „Ihnen allen ist gemeinsam, dass wir darin spannende Inhalte aus dem OM präsentieren und dabei journalistische Erzählformen und Stilmittel einsetzen.“ Auf diese Weise werde man nicht nur Einheimische ansprechen, sondern auch bei Menschen außerhalb der Region Sympathien für diese wecken. Niemann: „Das Oldenburger Münsterland hält für die Leute so viele Chancen bereit. Man muss sie ihnen nur zeigen.“

Abschließend ermunterte Verbundpräsident Johann Wimberg die Touristiker, ihre Ideen auch weiterhin in den Prozess einzubringen. Ohne die touristischen Leistungsträger, erklärte er, werde „das neue Konzept nicht den Erfolg haben, den wir uns alle im Oldenburger Münsterland wünschen“.

Hier geht´s zum Download.