Die Heide an der Thülsfelder Talsperre blüht

In diesen Tagen präsentiert sich die Thülsfelder Talsperre wieder in ihrem schönsten Gewand: In dem Erholungsgebiet im Norden des Oldenburger Münsterlandes hat die Heideblüte begonnen. Zum Blau des Wassers und dem Grün der Wälder gesellt sich für wenige Wochen das Lila der Besenheide. Sie blüht zuerst an der Spitze und später am ganzen Stengel, das Lila zeigt sich also erst zart, dann kräftig, erst punktuell, dann flächendeckend. "Das könnte auch in Schweden sein", schwärmt Landschaftspfleger Ralf Hilgefort mit Blick auf die schärenähnliche Landschaft und die ausgedehnten Heideflächen am Westufer der Talsperre, die bereits seit 1938 als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind. Sie zählen zu den bedeutendsten Vorkommen im westlichen Niedersachsen und sind durch Wanderwege gut erschlossen.

Die historische Kulturlandschaft muss regelmäßig gepflegt werden. Von Ende April bis Anfang November bewirtschaftet ein Schäfer mit einer Herde von rund 300 Schafen die Flächen. Man trifft ihn derzeit meist vormittags in der Heide – nur wo genau, das lässt sich schwer vorhersagen. Größere Birken und Kiefern werden beim sogenanten Entkusseln von Menschenhand entfernt.

Wie lange die Pracht erhalten bleibt, hängt ab vom Wetter. Wenn es nicht allzu oft regnet, dann ist das Lila auch im September noch die vorherrschende Farbe. Am besten erkunden lässt sich die Heide vom Wanderparkplatz Dreibrücken aus (B 72-Abfahrt "Thülsfelder Talsperre Süd"). Info-Tafeln versorgen den Besucher mit Basiswissen über die artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Und schon in Kürze soll an der Talsperre auch ein neuer Erlebnispfad eingeweiht werden. Auskünfte zu den Wanderwegen und den Unterkünften in der Region erteilt der Verbund Oldenburger Münsterland (04441/95650, www.oldenburger-muensterland.de).

Foto: Wolfgang Stelljes