Letzter noch voll schiffbarer Fehnkanal Deutschlands

Am 18. Juni, dem letzten Sonntag vor den Sommerferien, feiert die Initiative „Rettet den Elisabethfehnkanal” zum dritten Mal ihren „Tag des Elisabethfehnkanals“. Der knapp 15 Kilometer lange Kanal im nördlichen Oldenburger Münsterland gilt als der letzte noch voll schiffbare Fehnkanal Deutschlands. Im Zentrum steht auch diesmal wieder eine erlebnisreiche Fahrt mit der Barkasse „Einigkeit“. Das Schiff passiert drei Schleusen und sechs Brücken, darunter eine denkmalgeschützte Eisenbahnbrücke. An der Strecke liegen auch das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn und die weltweit erste Torfkoksfabrik, die 1905 gegründet wurde und 1990 ihren Betrieb einstellte.
„Wir wollen Leuten, die kein eigenes Boot haben, die Möglichkeit geben, den Elisabethfehnkanal vom Schiff aus zu erkunden”, sagt Egon Buss, einer der Organisatoren, der auch für kurzweilige Informationen an Bord zuständig ist. Die Fahrt führt von Dreibrücken, dem Zentrum von Elisabethfehn, bis zum Küstenkanal und wieder zurück. Unterwegs können Fahrgäste bei den Schleusen in Brandreeken und Reekenfeld sowie beim Bootsclub Kamperfehn zusteigen. Bis zu 25 Gäste kann die Barkasse „Einigkeit“ mitnehmen. In der Zeit von 10 bis 18 Uhr können sich Besucher außerdem im Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn mit der Geschichte des Moores, des Torfabbaus und des Kanals vertraut machen. „Der Elisabethfehnkanal ist unser wichtigstes Exponat“, sagt Antje Hoffmann, die Museumsleiterin.
Der „Tag des Elisabtehfehnkanals“ endet mit einem Grillfest am Anleger in Dreibrücken. Das Datum ist nicht zufällig gewählt: Im Juni 1846 machte sich der „Vermessungsconducteur” Ihno Hayen Fimmen ans Werk und zog eine Linie durch das bis dahin unerschlossene Ostermoor. Neun Jahre später begann der Bau des Kanals, der zur Lebensader der Fehnsiedlung wurde. Heute wird er ausschließlich von Sportbooten genutzt. Bei Radfahrern ist der Weg am Ufer, der zur Deutschen Fehnroute gehört, beliebt. Weitere Infos unter www.elisabethfehnkanal.de.