Löningen- Mit einem Ruck enthüllten Olaf Lies, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Hans Eveslage, Landrat des Landkreises Cloppenburg und Präsident des Verbundes Oldenburger Münsterland, sowie Arendt Meyer zu Wehdel, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die große Infotafel - damit ist das Projekt "Land mit Energie" seit heute offiziell eingeweiht. Zukünftig zeigen extra ausgebildete Energie-Erlebnisführer Touristen und Einheimischen die 27 Energiestationen, die ab sofort zur niedersächsischen Ferienstraße "Boxenstopp-Route" im Oldenburger Münsterland gehören.

Auch viele Landwirte öffnen den Besuchern ihre Türen: Stellvertretend für künftige Gäste des Landes besichtigten Minister Lies, Landrat Eveslage und Kammerpräsident Meyer zu Wehdel heute eine der vielfältigen Energiestationen. Auf dem "Hof am Kolk" in Löningen-Angelbeck nahmen sie an einer Erlebnisführung rund um Holzhackschnitzel, Photovoltaik, Alternatives Wohnen und Dämmen teil. Und waren begeistert. "Das Projekt zeigt die Kreativität der Menschen im Oldenburger Münsterland, die erkannt haben, dass sich die Branchen Energiewirtschaft und Tourismus nebeneinander erfolgreich entwickeln können - und ab jetzt auch miteinander", sagte der Minister. "Beim Umbau der Energieversorgung haben wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt. Die größte Herausforderung ist dabei, die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen und sie für die Herausforderung Energiewende zu gewinnen. Projekte wie dieses können dazu beitragen, die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhalten und damit zum Gelingen der Energiewende beizutragen."

Gerade die heimische Landwirtschaft leiste einen hohen Beitrag zur klimaschonenden und stabilen Energieversorgung, betonte Meyer zu Wehdel. "Das Projekt ermöglicht den Landwirten, den Menschen, die nicht in der Landwirtschaft arbeiten, die Zusammenhänge zwischen moderner Tierhaltung oder Ackerbau und den erneuerbaren Energien zu erklären." Es sei deshalb eine großartige Idee, mit diesem Projekt Tourismus, Landwirtschaft und erneuerbare Energien zusammenzuführen.

In seiner Ansprache würdigte Landrat Hans Eveslage als Präsident des Verbundes Oldenburger Münsterland das Projekt als "couragiertes und innovatives touristisches Angebot", das die Art und Weise, die Hintergründe sowie die Vor- und Nachteile der Erzeugung regenerativer Energien im Rahmen einer Reise auf unterhaltsame Weise vermittle. Das Programm werde bundesweite Beachtung finden.

Träger des Projektes ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die mit ihrem Partner, dem Verbund Oldenburger Münsterland, das Modellvorhaben durchführt - gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe sowie vom Landesamt für Geoinformation und Landesentwicklung Niedersachsen.