Das Oldenburger Münsterland wurde im Laufe der Jahrhunderte von vielen Einflüssen geprägt und hat doch immer seine Eigenart bewahrt. Noch heute ist der westfälische Einschlag aus der über sechs Jahrhunderte währenden Beziehung zum Bistum Münster erkennbar. Denn unser regionales Selbstverständnis resultiert aus der gemeinsamen Geschichte der beiden heutigen Landkreise Cloppenburg und Vechta als Teile des Fürstbistums Münster (1400–1803) und des Großherzogtums Oldenburg (1803–1918/45).

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Bereits 1252 erwarb der Bischof von Münster die ehemalige Grafschaft Ravensberg-Vechta. Nach dem Sieg über die Tecklenburger Grafen kam 1400 auch das Amt Cloppenburg zum Niederstift des Fürstbistums. Damit war die staatliche Herrschaft über beide Ämter in einer Hand vereinigt. 1668 erlangte der Bischof von Münster auch die kirchliche Oberhoheit über das Niederstift.

Durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wechselte die staatliche Gewalt über die Ämter Cloppenburg und Vechta zu dem protestantischen Herzog von Oldenburg. Geistlicher Oberhirte blieb aber bis heute der Bischof von Münster.

Die fortbestehende kirchliche Zugehörigkeit der mehrheitlich katholischen Bevölkerung zum Bistum Münster prägte unsere kulturelle Identität als Westfalen in Niedersachsen. Ob im Brauchtum oder in der regionalen Küche mit ihren köstlichen Spargel- und Kohlspezialitäten, in Kunst oder Architektur – überall finden sich Zeugnisse der Verbundenheit zu der westfälischen Metropole Münster.

Das Signet des Oldenburger Münsterlandes, entwickelt aus den Anfangsbuchstaben »O« und »M«, ist Ausdruck der Heimatgeschichte unserer beiden Landkreise. Anregung war ein traditionsreiches Motiv: Das Brandzeichen »O« für das im Oldenburger Münsterland gezüchtete Pferd. Motiv und Farben des Signets, ein frisches Grün und ein freundliches gelb, unterstreichen, dass neben der Pflege von Traditionen auch Landschaft und Natur von Bedeutung sind.