In verschiedenen Perioden der Geschichte wurden moorige Feuchtbodengebiete für Siedlung und Landwirtschaft erschlossen und das Moor durch diese Kultivierung in die umgebene Landschaft integriert. Somit sind diese Moor und Fehnflächen heutzutage für den Betrachter nicht mehr zu erkennen. Schon vor 400 Millionen Jahren gab es Moore. Alle heute erhaltenen Moore haben sich im Verlauf der Spät- und Nacheiszeit, also vor etwa 12.000 Jahren gebildet.
Doch wo kommt der Begriff fehn eigentlich her? Veen kommt aus dem Niederländischen und bedeutet dort Moor und Torf. Aber auch im Althochdeutschen fenna verband man damit eine moorige und sumpfige Landschaft. Auch in anderen moorreichen Gegenden Deutschlands ist dieser Sprachstamm wiederzufinden. Z. B. Das Hohe Venn, Postfenn, Witte Venn. Die Fehnkultur bildete die Grundlage der ersten Siedlungen auf den Nordwestdeutschen Hochmooren. Die älteste deutsche Fehnsiedlung ist Papenburg, die 1633 gegründet wurde.

Wie haben Ihr Interesse geweckt und Sie möchten mehr über das Moor lernen?

Dann kommen Sie in das Oldenburger Münsterland und entdecken Sie die zahlreichen Moorlandschaften wie z.B. das Vehnemoor oder die Esterweger Dose.
In Elisabethfehn haben Sie die Möglichkeit im Moor- und Fehnmuseum alles über das Moor zu lernen. Das am Elisabethfehnkanal gelegene Museum zeigt wie das Ostermoor bis zum heutigen Tage fast vollständig kultiviert wurde. Innerhalb der Museumsgebäude finden Sie unter anderem die Themen wie: die Entstehung der Moore, die verschiedenen Moortypen, Moorarchäologie, Sozialgeschichte der Moorsiedlungen sowie die Kultivierung und Nutzung der Moore anhand von Bildern, Exponaten, Modellen und Beschreibungen ausführlich erläutert.
Das Haus im Moor in Goldenstedt dagegen bietet Moorbahnfahrten und einen 900 Meter langen Moorlehrpfad an. Im Moortunnel kann man das Moor aus seiner unterirdischen Perspektive betrachten, während das Moorbioskopion eine Aussichtsplattform und ein Labor bietet.
Kommen Sie auf einen Besuch vorbei. Sie werden sehen, es lohnt sich!

Hier erfahren Sie Wissenswertes über das Moor und die Störche. Hören Sie rein!

susanne scheele

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