Der Ursprung des Boßelns geht aus dem «Klootschießen» hervor. Dabei wurden im Mittelalter getrocknete Kleiklumpen über das Land geworfen, was zunächst der Verteidigung dienen sollte. Später wurden die Erdklumpen durch Holzkugeln ersetzt und kamen hauptsächlich beim Kräftemessen rivalisierender Nachbardörfer zum Einsatz. Mittlerweile hat sich das Boßeln vom Wettstreit zum absoluten Trendsportart entwickelt, bei der es darum geht eine festgelegte Strecke mit so wenig würfen wie möglich zu bewältigen. Das allgemeine Ziel dabei ist es, so viel Spaß wie möglich zu haben. Dabei darf ein gut gefüllter Bollerwagen mit wärmenden und energiespendenden Getränken nicht fehlen. Zum krönenden Abschluss des sportlichen Wettstreits kann das Streckenziel ein Gasthaus sein, in dem in gemütlicher Runde, meistens bei Grünkohl und Pinkel, das Spiel reflektiert wird.